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Nach dem Yachtklub ist für Hans Romanov vor dem nächsten Projekt.

Stadtgeflüster

Hans Romanov bricht auf zu neuen Ufern

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Bis in die frühen Morgenstunden hat er vor Kurzem sein 61. Wiegenfest im Eros 49 an der Elbestraße gefeiert – „Hauptprogrammpunkt“ war eine Erotic-Ausstellung der Künstlerin

Bis in die frühen Morgenstunden hat er vor Kurzem sein 61. Wiegenfest im Eros 49 an der Elbestraße gefeiert – „Hauptprogrammpunkt“ war eine Erotic-Ausstellung der Künstlerin WeeGee WeeGee aus London. Obwohl in den vergangenen Wochen für das Geburtstagskind nicht wirklich alles reibungslos lief, lässt er sich den Spaß am Feiern und am Leben nicht verderben. Hans Romanov ist ein Urgestein des Frankfurter Nachtlebens. Vor zehn Jahren etablierte er mit Partner Tomasz Palenicek den „Yachtklub“, ein „Schiff“ am Mainufer, in dem es reichlich Musik-Programm gab. Doch nun kam für ihn in der zweiten Auflage des „Yachtklub“ das Aus. Seine Partner, Parnerinnen und er gehen getrennte Wege.

Romanov gibt sich gelassen: „Eine Einigung wird es über den Rechtsweg geben. Da belaste ich mich persönlich nicht mit.“ Sprich: Künftig werden die Anwälte der ehemaligen Geschäftspartner miteinander korrespondieren. Zum Zerwürfnis kam es aus mehreren Gründen. Hauptsächlich ging es den Partnern aber ums liebe (immer zu wenige) Geld und ums Kultur-Programm. Die vier Partner seien miteingestiegen und hätten von der zweiten Saison an geäußert, nicht viel Gefallen an Romanovs Art von Kunst- und Musikprogramm zu finden. „Das fiel die vergangenen drei Saisons so weit nicht ins Gewicht, denn die Partner waren die ,stillen Teilhaber‘ und ,der Hans‘ tagtäglich im operativen Geschäft gestanden. Er gab auch den Gastgeber – mitsamt den Künstler-Inhalten“, redet Romanov in dritter Person von sich selbst. Doch mit den Jahren seien die Partner „auf’ne Art ,flügge‘ geworden und wollen nun von nächster Saison an selbst beginnen, mit eigenem Programm eine größere Kundenschar anzuziehen“. Das neue Programm sei eher am Mainstream orientiert. Und damit könne Romanov nun wieder so überhaupt nichts anfangen.

Und so wird es künftig keine „Werther“-Vorführung des Frankfurter Schauspiels, kein Vivien Westwood (Punkrock) und kein Schostakowitsch mehr geben auf dem schwimmenden Objekt. „Also“, sagt er, der ehemalige Berliner, „Tschüssikowski von und mit Yachtklub. Und bitte Yachtklub immer mit k schreiben“, gibt er noch mit auf den Weg.

Romanovs nächstes Objekt wird möglicherweise ein fahrendes „Yachtklub“-Wasserfahrzeug auf dem Main sein, so führt Hans Romanov fort. Der alte ,Yachtklub’ werde dann – wie ihm zu Ohren kam – in „3D“ umbenannt werden. Hans Romanov wäre nicht Hans Romanov, wenn er seinen Ex-Partnern und -innen nicht trotz allem vorangegangenen Ärger viel Glück wünschen würde.

(es)

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