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Laura (l-r), Alexandra und Jeff Dean nehmen auf der Frankfurter Buchmesse am Harry-Potter-Weltrekordversuch teil. Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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Harry-Potter-Weltrekordversuch auf der Buchmesse scheitert

Zehntausende von Lesern haben am Samstag die Frankfurter Buchmesse gestürmt. In Hallen und an Rolltreppen war oft kein Durchkommen mehr. Bei der Signierstunde der irischen Erfolgsautorin Cecelia Ahern standen am Vormittag die Besucher in einer fast 50 Meter langen Schlange beim Verlag S. Fischer an.

Zehntausende von Lesern haben am Samstag die Frankfurter Buchmesse gestürmt. In Hallen und an Rolltreppen war oft kein Durchkommen mehr. Bei der Signierstunde der irischen Erfolgsautorin Cecelia Ahern standen am Vormittag die Besucher in einer fast 50 Meter langen Schlange beim Verlag S. Fischer an.

Am Nachmittag versammelten sich auf der weltgrößten Bücherschau zum 20. Jahrestag von Harry Potter Hunderte seiner Fans. Sie waren in der typischen Montur mit Umhang, Brille und Narbe an der Stirn erschienen. Der vom deutschen Potter-Verlag Carlsen angestrebte Weltrekord mit 1000 Kostümierten scheiterte jedoch. Dafür waren etwa 100 zu wenig gekommen. Die Bestleistung hält damit immer noch Australien mit 997 Potter-Kostümierten.

Der Heyne Verlag sagte ein Gespräch mit der US-Bestsellerautorin Anna Todd ab. Diese sei am Freitagabend in der Lobby ihres Hotels von einer Gruppe von Männern verbal heftig angegriffen worden, berichtete Heyne im sozialen Netzwerk Twitter. Dieser Vorfall habe sie so mitgenommen, dass sie sich auf der Messe nicht mehr sicher fühle.

Zu den Höhepunkten am erste Publikumstag gehörten die Talks auf den zahlreichen Bühnen mit schreibenden Politikern und Prominenten sowie Bestsellerautoren.

Der französische Schriftsteller Olivier Guez berichtete, dass er beim Schreiben seines Romans über den KZ-Arzt Josef Mengele niemals Mitleid empfunden habe. "Ich habe nie Empathie gehabt", sagte Guez ("Das Verschwinden des Josef Mengele"). Die grauenvollen Dinge, die Mengele mit seinen Experimenten als Arzt im KZ Auschwitz gemacht habe, seien wie "eine Mauer" gewesen. Das habe ihm Distanz ermöglicht.

Der frühere SPD-Chef und Außenminister Sigmar Gabriel sagte nach der Europawahl im kommenden Jahr der EU "eine ganz schwierige Periode" voraus. Angesichts des Zuspruchs für populistische Parteien kämen wahrscheinlich Konservative und Sozialdemokraten im Europa-Parlament zusammen erstmals auf keine absolute Mehrheit mehr.

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