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Unweit vom Hauptbahnhof bekommt „La Strada“ im Bahnhofsviertel Frankfurt einen neuen Konsumraum. Damit sollen die Drogenabhängigen von der Straße geholt werden (Symbolbild).

Bahnhofsviertel

Heroin und Crack rauchen: In neuem Raum können Drogenabhängige jetzt sicher konsumieren

Im Bahnhofsviertel Frankfurt bekommt das Drogenhilfezentrum der Aids-Hilfe „La Strada“ einen neuen Konsumraum. Dort können Abhängige Heroin und Crack rauchen.

  • Das Drogenhilfezentrum „La Strada“ im Bahnhofsviertel Frankfurt bekommt einen neuen Konsumraum
  • Dort können Abhängige unter hygienischen Bedingungen konsumieren
  • Stadt möchte Menschen von den Straßen unweit vom Hauptbahnhof Frankfurt holen

Frankfurt – Gegen öffentlichen Konsum und Drogenhandel im Bahnhofsviertel Frankfurt: Die Stadt Frankfurt hat einen neuen Konsumraum im „La Strada“ finanziert, dem Drogenhilfezentrum der Aids-Hilfe. Dort sollen Abhängige unter hygienischen Bedingungen ihr mitgebrachtes Heroin und Crack rauchen können. 

„Damit haben wir ein weiteres Angebot geschaffen, um drogenabhängige Menschen im Bahnhofsviertel von der Straße zu holen, den öffentlichen Crackkonsum einzuschränken und gleichzeitig Heroinabhängigen einen risikoärmeren Konsum zu ermöglichen“, erklärte Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Dienstag. 

Hauptbahnhof Frankfurt: „La Strada“ im Bahnhofsviertel bekommt weiteren Konsumraum

Im „La Strada“ (Mainzer Landstraße 93) am Hauptbahnhof Frankfurt gibt es bereits seit längerer Zeit einen Raum, in dem die Menschen intravenös konsumieren können. Der nun finanzierte Rauchraum umfasst insgesamt sechs zusätzliche Plätze. Außerdem kann das Drogenhilfezentrum der Aids-Hilfe den Abhängigen ein erweitertes Beratungsangebot anbieten. 

Um das Risiko zu reduzieren, sich beim Spritzen mit HIV oder Hepatitis zu infizieren, werde von der Drogenhilfe empfohlen, vom intravenösen Heroinkonsum aufs Rauchen umzusteigen, heißt es weiter. Laut Stadt Frankfurt kostet der Ausbau im Bahnhofsviertel Frankfurt insgesamt 35.000 Euro.

Hauptbahnhof: Frankfurt mit Drogenpolitik im Bahnhofsviertel Vorreiter

Rückblick: 1994 wurde in Frankfurt der erste offizielle Druckraum geöffnet. Der „F rankfurter Weg in der Drogenpolitik“ gilt seitdem als bundesweiter Vorreiter. Dennoch hatte sich zuletzt die Kritik an der Situation im Bahnhofsviertel Frankfurt gehäuft. Die Menschen würden auf offener Straße Heroin und Crack konsumieren, hieß es. Es sei auch vor und in der Nähe von Konsumräumen mit Drogen gehandelt worden.

mse/dpa

Der Verkehrsknotenpunkt ist wichtig für den Verkehr in Deutschland. Am Hauptbahnhof Frankfurt ziehen sich Gegensätze buchstäblich an. 

Und auch das Bahnhofsviertel Frankfurt wandelt sich durch die Gentrifizierung. Neue Bars und Restaurants eröffnen in der Münchener Straße. In der Niddastraße konsumieren die Menschen hingegen auf offener Straße Drogen.

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