Düne in Schwanheim

Heimat für seltene Tiere und Pflanzen

Vom Frankfurter Flughafen aus fliegen jede Woche viele Menschen in den Urlaub ans Meer und genießen dort auch Spaziergänge durch Dünenlandschaften. Dabei gibt es auch in Frankfurt eine Düne mit seltenen Tieren und Pflanzen.

Im Süden der Mainmetropole – in Schwanheim – gibt es eine Düne. Dort leben circa 50 seltene Tierarten und über 300 Pflanzenarten. Die Binnendüne ist in der Eiszeit vor ungefähr 10 000 Jahren entstanden. So wie es heute dort aussieht, sieht es dort seit ungefähr 200 Jahren aus. Vor 30 Jahren wurde die Schwanheimer Düne ein Naturschutzgebiet im Süden von Frankfurt.

Die Düne liegt mitten in der Stadt, ohne Meer. Während einer Eiszeit wurde das Gestein zu Sand zermahlen, da das Eis auf dem Gestein herumrutschte. Als das Gestein zermalen war, wurde es vom Wind auf einen Haufen geblasen. Der Sand ist sehr besonders, weil er nicht so grob, sondern sehr fein ist, er liegt bis zu zehn Meter hoch. Ursprünglich wurde die Düne von Menschen bearbeitet und bewirtschaftet. Es wurde eine Lohrenbahn gebaut. Sie transportierte Sand und Kies aus der Düne zum Kelsterbacher Weg, wo er auf Lastwagen verladen wurde. Einige der Betonblöcke sind noch zu sehen.

Die Schwanheimer Düne ist ein FFH-Gebiet. FFH heißt Flora Fauna Habitat. In einem FFH-Gebiet gibt es viele seltene Tiere und Pflanzenarten, wie zum Beispiel die Silbergrasflur und die Flechte. Die sparrige Rentierflechte ist halb Tier halb Pflanze, da sie aus Pilz und Alge besteht. Allerdings gibt es auch schlechte Pflanzen, das heißt, Pflanzen, die den Arten im Naturschutzgebiet schaden: der japanische Knöterich und die Brombeere.

Der hölzerne Weg, der durch die Dünen führt, ist alt und morsch. Eigentlich müsste der Weg neu gemacht werden, aber die Tiere, wie der Salamander, der unter den Bohlen lebt, hätten dann erstmal kein Zuhause. Man kann in diesem Gebiet verschiedene Tiere hören und manchmal sehen. Zum Beispiel die Nachtigall. Die Nachtigall hört man öfters. Sie singt sehr schön. Im Moment nisten hier 20 Brutpaare. Die Nachtigallen füttern ihre Jungen mit Raupen.

Die Zauneidechse, Lacerta agilis, lebt auch hier. Zauneidechsen werden bis zu 25 Zentimeter lang, sind graubraun und haben auf dem Rücken ein braunes Band mit hellen und dunklen Flecken. Jedes Tier hat eine individuelle Zeichnung. Während der Paarungszeit (April und Mai) sind Flanken und Kehle des Männchens intensiv grün. Sie sind tagaktiv. Von April bis September kann man sie häufig in den sandigen Bereichen und am Ende des Bohlenwegs beobachten. Mit Sonnenbädern decken die wechselwarmen Tiere ihren Wärmebedarf. Den Winter verbringen sie in Winterstarre in ihren Verstecken.

Klassen P4 DeB und P4 DeC, Europäische Schule Frankfurt

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