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Ärzte streiken in Hessen: Rund 50 Krankenhäuser betroffen

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Von: Vincent Büssow

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Schild mit der Aufschrift „Diese Klinik wird bestreikt“
In den Krankenhäusern von Hessen sind die Ärzte zum Streik aufgerufen. (Symbolbild) © Daniel Naupold/dpa

Auch in Hessen sind viele Ärzte am Donnerstag (31.03.20202) zum Streik aufgerufen. Krankenhäuser sollen notfallmäßige Versorgung anbieten.

Frankfurt – In Hessen bieten viele Krankenhäuser am Donnerstag (31.03.2022) nur eine eingeschränkte Versorgung an. Grund dafür ist ein bundesweiter Warnstreik, zu dem die Ärztegewerkschaft Marburger Bund aufgerufen hat. Diese verhandelt mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) seit Oktober 2021 über bessere Arbeitsbedingungen und höheres Gehalt. Der Streik kommt jetzt, nachdem die Tarifrunde einen „toten Punkt“ erreicht habe, erklärte der Vorsitzende des Marburger Bundes in Hessen, Christian Schwark.

Der Aufruf zu Streik richtet sich an Ärzte in kommunalen Krankenhäusern, wobei in Hessen etwa 50 Einrichtungen betroffen sind. Schwerpunkte des eintägigen Warnstreiks sollen die großen Häuser sein, darunter das Klinikum Darmstadt, die Helios Dr. Horst Schmidt-Kliniken Wiesbaden, das Sana Klinikum Offenbach, das Klinikum Frankfurt-Höchst, das Klinikum Kassel, das Klinikum Fulda, das Klinikum Hanau, die Hochtaunus-Kliniken, das Klinikum Bad Hersfeld sowie das Krankenhaus Rüsselsheim. Eine notfallmäßige Versorgung der Patienten soll sichergestellt werden. Im Rahmen des Ärztestreiks am Donnerstag ist eine zentrale Kundgebung in Frankfurt* geplant. Die Veranstaltung soll um 13 Uhr am Römerberg stattfinden.

Marburger Bund
Gründung1947
SitzBerlin
Mitglieder127.000 (Stand 2020)

Streik in Hessen: Gewerkschaft der Ärzte forder mehr Gehalt

Die Gewerkschaft der Ärzte fordert eine Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent. Außerdem sollen unter anderem klare Grenzen für Bereitschaftsdienste sowie mehr Planungssicherheit bei den Diensten geschafften werden. Die angespannte Arbeitsbelastung habe sich durch die Corona-Pandemie* nochmals verschärft, erklärte Schwark. In einer Umfrage unter den Mitgliedern in Hessen haben 33 Prozent der Ärzte angegeben, den Arbeitsbereich Krankenhaus verlassen zu wollen. (vbu) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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