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Wer kann Astrid helfen? Seit September sucht die junge Mutter nach einem Stammzellenspender.

Hilfeaufruf

Junge Mutter mit aggressivem Blutkrebs sucht Stammzellenspender - Registrierung am 7. April

Frankfurterin ist auf verzweifelter Suche nach einem Stammzellenspender - Sie ist an einer besonders aggressiven Form des Blutkrebs erkrankt. 

Frankfurt - Im September bekam Astrid, die ihren Nachnamen nicht erwähnt sehen will, die Diagnose Blutkrebs. Eine Stammzellenspende könnte ihr Leben retten. Astrid hat Leukämie. Genauer gesagt, leidet sie unter akuter Myeloischer Leukämie (AML) – einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs. 

Doch für sie einen Spender zu finden, ist wie die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Das liegt daran, dass Astrid einen „gemischt-ethnischen Hintergrund“ hat. Das heißt ihr Vater ist Nigerianer, ihre Mutter Deutsche. Und in den weltweiten Datenbanken für Stammzellenspender – weltweit sind 30 Millionen Menschen registriert – haben nur drei Prozent überhaupt einen Gen-Mix. Den gleichen wie Astrid (nigerianisch-deutsch) haben noch viel weniger Menschen. „Ohne Hilfe von außen könnten wir keinen Spender finden“, bedauert ein enger Freund von Astrid, der mit weiteren Freunden alles tut, damit Astrid den Wettlauf gegen die Zeit gewinnt. „Die Gewebe-Merkmale des Spenders müssen mit denen von Astrid möglichst weitgehend übereinstimmen. Es muss also eine Art genetischer Zwilling gefunden werden, und leider kommt aus der Familie niemand als Spender in Frage“, erklärt der Freund. 

Astrid hat eine Chemotherapie gerade erst hinter sich gebracht

Gerade hat die Mutter zweier kleiner Jungs ihre Chemotherapie abgeschlossen. Die Krankheit muss jetzt möglichst lange stabil gehalten werden, bis ein Spender gefunden werden kann. Eine mental äußerst schwierige Situation für die junge Frau. Zumal allen anderen Patienten, die Astrid während ihrer langen Behandlung an der Universitätsklinik Frankfurt kennengelernt hat, bereits Stammzellen transplantiert werden konnten. 

Aber Astrids Freunde geben nicht auf: Mit einer Facebook-Seite hat alles begonnen. Inzwischen hat Astrid eine eigene Website, die einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. „Astrid wollte mit ihrer Geschichte nicht an die Öffentlichkeit. Aber ohne Multiplikatoren – Menschen, die Astrids Geschichte kennen und mit uns nach einem Spender suchen – hätten wir keine Chance“, so der Freund der Familie. Inzwischen seien schon zahlreiche Einträge auf Gen-Datenbanken erfolgt. Astrid und ihre Familie kämpfen weiter um jeden Tag. 

Vor wenigen Jahren musste die Familie schon einmal einen Schicksalsschlag verkraften: Damals hatte Astrids Mann einen Verkehrsunfall – seitdem sitzt er im Rollstuhl. 

Infos zur Registrierung: Helfen Sie mit!

Wer gesund, zwischen 17 und 55 Jahre alt ist und mindestens 50 Kilogramm wiegt, kann Astrid helfen und sich am kommenden Sonntag, 7. April, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Ort: Ev. Französisch-reformierte Gemeinde, Eschersheimer Landstraße 393 (Dornbusch). 

Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. 

Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. 

Wer sich auf der Internetseite www.help-astrid-com einträgt, bekommt ein Set nach Hause, mit dem man sich typisieren lassen kann. Besonders effizient ist eine Blutprobe, denn damit können gleich alle relevanten Werte abgeglichen werden. Man überspringt quasi den Schritt mit dem Wattestäbchen. Die Abnahme macht jeder Hausarzt.

(csc)

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