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In Frankfurt wird es kein Heidi-Denkmal geben

Dabei liebt jeder diese Figur

Frankfurter Magistrat entscheidet sich gegen ein Denkmal für eine sehr berühmte Romanfigur

Einige Frankfurter wünschen sich ein Denkmal für eine berühmte Romanfigur. Doch der Magistrat ist dagegen. 

Frankfurt - Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Heidi. Das kleine Mädchen aus den Bergen verzückt seit Generationen Jung und Alt. Johanna Spyris Erzählungen über wunderschöne Landschaften, der Alm-Öhi und der Geißenpeter runden die wunderbare Geschichte ab. Einige Frankfurter haben sich ein Denkmal für das berühmte Mädchen gewünscht (Ein Frankfurter Kochbuch von Heidi ist bereits vor einiger Zeit erschienen). Und das hat auch einen Grund.

Frankfurt kommt in Johanna Spyris Erzählung über Heidi nicht gut weg

Frankfurt findet ebenfalls den Weg in die Erzählung über Heidi, auch wenn die Stadt nicht gerade gut wegkommt. Denn Heidi fühlt sich zwischen all den Steinen und Mauern der Großstadt einfach nicht wohl. Erst als sie den Tum des Frankfurter Doms emporsteigt und in die Weite blickt – wahrscheinlich in den Taunus – kann sie aufatmen. 

Magistrat der Stadt Frankfurt lehnt ein Heidi-Denkmal ab 

Doch wie heißt es so schön: Auch negative Werbung ist Werbung. Warum also sollte die Stadt Frankfurt die Verbindung zu Heidi verschweigen? Der Ortsbeirat der Innenstadt hatte vor einiger Zeit die Idee, ein Heidi-Denkmal in zu errichten. Der Magistrat ist allerdings dagegen. "Aus stadthistorischer Sicht sollte von der Idee der Errichtung eines Heidi-Denkmals grundsätzlich Abstand genommen werden", schreiben die Frankfurter Regierenden in einer Stellungnahme. 

Frankfurt möchte nicht mit dem Bild der krankmachenden Großstadt in Verbindung gebracht werden

Laut der Stellungnahme werde im Roman von Johanna Spyri ein romantisches, idealtypisches Bild der Schweiz geschaffen, "zu dem Frankfurt kontrastiv in schlechtem Licht dasteht: als krankmachende Großstadt." Mit einem solchen Bild möchte die Stadt Frankfurt natürlich nicht verbunden werden. 

(red)

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