Betriebsleiter Olaf Starke und Trainer Tim Boer haben die Sicherung beim Kletterkurs für Kinder beim Deutschen Alpenverein übernommen.
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Betriebsleiter Olaf Starke und Trainer Tim Boer haben die Sicherung beim Kletterkurs für Kinder beim Deutschen Alpenverein übernommen.

Preungesheim: Ferienspaß

Hier können die Kinder hoch hinaus

Kletter-Kurse beim Deutschen Alpenverein

Am Montagvormittag ist im Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins (DAV) einiges los. Denn das Ferienprogramm ist gestartet, traditionell bietet der DAV in der schulfreien Zeit Klettercamps für Kinder an.

"Wir machen das eigentlich immer in den Ferien, immer für vier Tage von 10 bis 13.30 Uhr", erläutert Olaf Starke, Betriebsleiter im Frankfurter Kletterzentrum an der Homburger Landstraße in Preungesheim. Der DAV hat hier auf rund 1250 Quadratmetern ein Paradies für alle Boulderer und solche, die es werden wollen, geschaffen.

30 Kinder können mitmachen

"Zu den Camps kann jeder kommen, 30 Kinder können wir gleichzeitig aufnehmen. Egal, ob Profi oder Anfänger", fährt Starke fort. Eine dringend nötige Belebung für die Kletterhalle, denn die Corona-Pandemie hat in ihrer Hochzeit auch dem Frankfurter DAV ziemlich zugesetzt: "Wir hatten sieben Wochen geschlossen, das war natürlich mit Einnahmeverlusten verbunden, denn das Frühjahr ist eigentlich sehr wichtig für uns." Im Sommer würden viele Leute eher draußen klettern, doch hofft der Verein nun auf ein paar gute Monate, in denen die Menschen zum Klettern kommen, die ihren Urlaub abgesagt haben. Zudem wäre Klettern erstmalig bei den olympischen Spielen zu sehen gewesen und hätte somit sicherlich 2020 viele Interessenten auch in Frankfurt gewonnen, doch sind die Spiele verschoben.

"Wir haben es durchgeschafft und jetzt geht es weiter", meint Starke. Natürlich habe der Verein auch lange überlegt, ob das Ferien-Klettercamp in diesen Zeiten machbar ist und sich schließlich dafür entschieden: "Wir haben ein Einbahnstraßensystem aufgebaut und Desinfektionsmittelspender aufgestellt", sagt der Betriebsleiter. "Der Dachverband des Alpenvereins hat außerdem geprüft, wie gefährlich die Kletterelemente sein können, aber da bleiben keine Viren zurück." Dennoch würden die Trainer darauf achten, dass immer eine vertikale Bahn frei bleibt, damit sich niemand in luftiger Höhe in die Quere kommt. "Wir haben alle Fenster und Türen geöffnet und natürlich wird jeder namentlich erfasst, der in die Halle kommt", schließt Starke. Sorgen muss sich deshalb kein junger Frankfurter mehr machen, der im Sommer das Klettern ausprobieren oder zur früheren Leidenschaft zurückkehren möchte.

Seit 1869 in Frankfurt

"Klettern ist für die Ferien eine tolle Sache. Das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt, es ist sportlich und generell ist es gut, in Bewegung zu sein", so Olaf Starke. Weiterhin hoffe der Verein durch das Ferienengagement, dass die Kinder ihre neu entdeckte Kletterbegeisterung zu Freunden und Familie tragen und damit auch die Zukunft des Vereins gesichert ist. "Wir sind der drittgrößte Verein in Frankfurt mit etwa 11 000 Mitgliedern", schildert der Betriebsleiter. "Der Dachverband sitzt mittlerweile in München, aber Frankfurt ist die Gründungssektion. Wir sind hier seit 1869", weiß er zu berichten. Niklas Mag

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