ls Pate muss Dr. Reinhard Preusche lediglich dafür sorgen, dass die wie eine Sackkarre bewegliche Bank nur tagsüber neben dem Gehweg der Bolongarostraße steht und nachts an einem sicheren Ort verwahrt wird.
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ls Pate muss Dr. Reinhard Preusche lediglich dafür sorgen, dass die wie eine Sackkarre bewegliche Bank nur tagsüber neben dem Gehweg der Bolongarostraße steht und nachts an einem sicheren Ort verwahrt wird.

Frankfurter Patenschaft

Hier rollt die nächste Sitzbank an

  • Michael Forst
    VonMichael Forst
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Neues Ruhemöbel lädt zum Verweilen an der Bolongarostraße in Höchst ein

Eine weitere mobile Sitzbank - die mittlerweile bereits sechste in Höchst - steht jetzt tagsüber auf der Bolongarostraße vis-a-vis des Lindner-Hotels. Vom Höchster Design- und Möbelatelier "keinStil." entworfen, lässt sie sich wie eine Sackkarre bewegen, kann also abends weggeräumt und im Laden eingeschlossen werden, damit sie nicht nachts von Krakeelern belagert wird.

Ihr Zuhause hat die neue Bank vor der Hausnummer 103 der Rechtsanwaltskanzlei BKPI Legal & Compliance gefunden, die auch das abendliche Wegräumen und morgendliche Herausstellen übernimmt.

Weitere Standorte

Weitere Bänke sollen an anderen Standorten der Höchster Innenstadt folgen; derzeit werden noch Paten unter den Geschäftsleuten gesucht; Infos gibt es dienstags von 13-16 Uhr, mittwochs von 13-19 Uhr sowie freitags von 10-13 Uhr im Stadtteilbüro Höchst, Bolongarostraße 135, unter Telefon (069) 212-4 08 02 oder per E-Mail an die Adresse quartier-hoechst@naheimst.de.

"Mit der Patenschaft sind keine Kosten verbunden", stellt Dr. Jürgen Schmitt, Leiter des Stadtteilbüros und des Stadtteilmanagements Höchst, klar: Die Paten müssten lediglich dafür sorgen, dass die mobile Bank nur tagsüber auf dem Gehweg steht und nachts an einem sicheren Ort verwahrt wird.

"So bieten die Paten den Passanten eine kleine Ruhezone für den Stadtbummel und helfen, die Aufenthaltqualität in Höchst zu steigern."

Deshalb hat auch der Anwalt Dr. Reinhard Preusche eine Patenschaft übernommen: "Unsere Kanzlei möchte in Höchst Akzente setzen und das Umfeld aufwerten", sagt er. "Die mobile Bank passt da hervorragend ins Konzept, da die Bushaltestelle nebenan selbst keine Sitzgelegenheiten für die wartenden Fahrgäste bietet." Künftig können sie die Wartezeit, so wirbt er, bequem auf der Bank verbringen.

Philipp Beisheim, Designer der Bank und "keinStil."-Geschäftsführer berichtet: "Uns erreichen vermehrt auch Anfragen von interessierten Personen und Einzelhändlern aus ganz Frankfurt." Für die anderen Stadtgebiete seien allerdings die Bedingungen für die Sondernutzung noch nicht klar.

Mit der Stadt im Kontakt

"Wir stehen deshalb mit der Stadt Frankfurt in Kontakt und klären, ob die Kommune die Sondernutzungsgebühr für die urban-K ermäßigen oder erlassen kann." Paragraf 9 Absatz 3 der städtischen Satzung ermögliche das, wenn die Sondernutzung im öffentlichen Interesse liege.

Das Stadtteilmanagement der "Projektstadt", einer Tochter der Nassauischen Heimstätte, arbeitet eng mit der Modernisierungsberatung "ammon + sturm" zusammen und ist vom Stadtplanungsamt mit der Entwicklung der Höchster Innenstadt beauftragt. Die Fußgängerzone der Königsteiner Straße ist dabei im Fokus, denn ihre Gestaltung - eröffnet wurde sie 1990 - ist deutlich in die Jahre gekommen. mfo

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