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Groß und unübersichtlich ist die Kreuzung der Schäfflestraße/Am Erlenbruch und der Stadtbahntrasse.

SPD will Kreuzung sicherer machen

Hier sind Kinder in Gefahr

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Fahren gegen die Einbahnstraße, Autos, die im Stau auf der Kreuzung stehen, kaputte Straßen, gefährliche U-Bahn-Übergänge – es gibt einige Verkehrsprobleme im Riederwald. Die SPD nimmt sich nun der Kreuzung Erlenbruch/Schäfflestraße an.

Viele Verkehrsprobleme gibt es im Riederwald, aber rund um die Kreuzung der Schäfflestraße mit der Straße Am Erlenbruch ist es am schlimmsten, sagt Raven Kirchner (23), Vorsitzender der SPD Riederwald. Die Kreuzung ist die Hauptzufahrt zur Siedlung mit dem markanten Torbogen über der Schäfflestraße. Hier fährt die U-Bahn parallel zur Hauptdurchgangsstraße Am Erlenbruch. Hier kreuzen die Kinder auf dem Weg zur Pestalozzi-Grundschule den Erlenbruch und die U-Bahn-Trasse. Vor allem jener Übergang westlich der Kreuzung sei gefährlich, sagt SPD-Ortsbeirätin Irene Steinhauer. „Ich habe meinen Kindern immer verboten, auf dieser Seite den Erlenbruch zu überqueren.“ Andere Eltern ließen ihre Kinder wegen der gefährlichen Kreuzung gar nicht alleine zur Schule laufen, ergänzt Kirchner.

Gefährlich ist es hier auch, weil kein Drängelgitter zwischen Erlenbruch und U-Bahngleisen die Fußgänger zum Zick-Zack-Kurs zwingt wie auf der Ostseite der Schäfflestraße. Immerhin habe die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq den Gleisübergang im Sommer 2015 gelb streichen und Piktogramme mit einer U-Bahn als Warnung auf die Gleise malen lassen, so Steinhauer.

Gefährlich sei aber auch der dichte Verkehr auf dem Erlenbruch, sagt Kirchner. „Viele fahren trotz Rückstaus in die Kreuzung ein, um noch bei Grün rüber zu kommen.“ Oft stehen sie mitten auf der Kreuzung, wenn die Fußgängerampel auf Grün springt. „Dann laufen die Grundschüler zwischen den Autos hindurch, die vielleicht gerade losfahren, um die Kreuzung frei zu machen.“ Oder die Kinder sehen die Fußgängerampel nicht, weil ein Lastwagen die Sicht blockiert. Weil die Autos stehen, glaubten sie fälschlicher Weise, die Fußgängerampel sei grün und liefen los.

Eine zusätzliche Gefahr sei der dichte Takt der U-Bahnen, die „alle zwei Minuten in der Hauptverkehrszeit hier vorbeifahren“, sagt Steinhauer. „Die U-Bahnen haben Vorrang: Fahren sie, müssen alle anderen warten.“ Das habe eine Kettenreaktion zur Folge, sagt Kirchner. „Ist die U-Bahn durch, bekommt erst der Verkehr im Erlenbruch Grün, weil dort am meisten Verkehr ist. Das bedeutet wiederum, dass jene, die aus der Schäfflestraße oder gegenüber aus der Haenischstraße heraus wollen, oft lange auf Grün warten und ungeduldig werden.“

In einem der sieben SPD-Anträge zum Verkehr im Riederwald für die nächste Ortsbeiratssitzung soll der Magistrat gebeten werden, die Ampelschaltung an der Kreuzung zu überprüfen. So sollen Wartezeiten verkürzt werden. Ein grüner Rechtsabbiegepfeil in der Schäfflestraße könnte hier schnelleres Abbiegen bewirken. Diese Fahrzeuge müssten nicht über die Gleise und könnten dann losfahren, wenn alle anderen auf die U-Bahn warten, sagt Kirchner.

Doch dazu dürfe die Rechtsabbiegespur in der Schäfflestraße nicht zugeparkt sein – und das passiere leider häufig, weil abgestellte Autos in die Straße hineinragen, sagt Kirchner. Eigentlich dürften Autos dort nur drei Minuten halten, einige parken aber den ganzen Tag hier. „Die Stadtpolizei sollte hier öfter kontrollieren“, sagt Kirchner. Auch dazu hat die SPD einen Antrag gestellt.

Nicht nur mit der Schäfflestraße, auch mit der Kreuzung am Johanna-Tesch-Platz oder jenen, die die Raiffeisenstraße bewusst gegen die Richtung der Einbahnstraße entlangrasen, befasse sich die SPD, sagt Kirchner. „Wir haben auf einer Mitgliederversammlung viele Themen gesammelt.“ Am Johanna-Tesch-Platz habe es nach einem Antrag der Linken, die Querung des Erlenbruchs sicherer zu machen, bereits ein Treffen des Ortsbeirats mit Ämtervertretern gegeben. „Wir warten nun auf eine Reaktion des Magistrats.“

Eine schnelle Lösung will Rainer Michaelis vom Straßenverkehrsamt nicht versprechen. Zum einen beschäftigten sich Magistrat und Politiker schon lange damit, zum anderen müsse man die Auswirkungen der Vorschläge genau prüfen. Zunächst wird sich der Ortsbeirat mit den Anträgen der SPD befassen. Er tagt am kommenden Montag, 7. November, ab 19.30 Uhr im Riederwald, und zwar im Saal der katholischen Heilig-Geist-Gemeinde, Schäfflestraße19.

(hau)

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