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Unweit des einstigen Festplatzes in Berkersheim baut die Deutsche Bahn AG derzeit an der Baustraße in Richtung Frankfurter Berg.

Projekt

Hier wird die Bahn in Berkersheim bauen

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Was sind in Frankfurts Nordosten die nächsten Schritte in Sachen S 6-Ausbau? Julian Fassing, Projektmanager der Bahn, hat’s uns erklärt.

Die Verkehrssituation in Berkersheim ist angespannt: Die Bahn baut die Main-Weser-Bahn auf vier Gleise aus, um der S 6 eine eigene Spur zu geben, und deshalb fahren die Lastwagen zurzeit durch Berkersheim. Julian Fassing, Projektleiter S 6 der Deutschen Bahn, berichtete im Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim) über den Stand der Arbeiten und erklärte: Noch kann die Baustraße entlang der Gleise in Berkersheim und Frankfurter Berg nicht benutzt werden.

Die Straße ist von der früheren Reithalle aus Richtung Westen fast bis Frankfurter Berg fertiggestellt. Allerdings: „Die Straße ist zu schmal für Begegnungsverkehr“, sagte Fassing. Zwei Laster passen nicht aneinander vorbei. Deswegen muss die Bahn entlang der Strecke Ausweichflächen anlegen. „Wir stehen in Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern.“ Wobei unklar sei, ob und wie rasch man zu einer Einigung komme.

Bis zum Jahresende soll, so die Planung der Bahn, diese Baustraße und die Nebenflächen fertiggestellt sein. „Das begreife ich nicht“, ärgerte sich Dr. Julian Langner (FDP). „Die Pläne liegen doch seit Jahren vor. Wie kann das sein, dass Sie jetzt noch mit Grundstückseigentümern verhandeln müssen.“ Aber – es ist so. Die Bahn versucht, diese vorbereitenden Arbeiten noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen.

Bis es richtig losgeht mit den Bauarbeiten, müssen noch einige Brücken über die Nidda ertüchtigt oder neu errichtet werden. Beispielsweise die sogenannte Omega-brücke über die Gleise am S-Bahn-Halt Frankfurter Berg, die derzeit noch nicht tragfähig genug ist. Hier ist allerdings die Straßenverkehrsbehörde Hessenmobil am Zuge.

Auch in Harheim gibt’s Probleme: Die Niddabrücke kann das Gewicht voll beladener Laster nicht tragen. Deswegen plant die Bahn, eine Lastbrücke für die Lkw über die bestehende zu bauen. Ebenso ist eine Pontonbrücke einige Kilometer weiter östlich unter der Bundesstraße 3 vorgesehen. „Wir bauen jetzt die Abfahrten von der B 3, die zur Pontonbrücke führen“, sagte Fassing. Von Bad Vilbel kommend, fahren die Laster dann nördlich der Nidda von der B 3 ab, über die Nidda und biegen nach rechts Richtung Berkersheim ab, um zum bisherigen Bahnübergang zu kommen. Auf der anderen Seite des Flusses sind sie praktisch direkt im Baufeld und können Richtung Bad Vilbel auf der Baustraße fahren. Umgekehrt wird für beladene Lastwagen, die Erdreich abfahren, an der B 3 eine Auffahrt in Richtung Bad Vilbel gebaut. Diese Arbeiten, werden ebenso wie die beiden anderen Brücken-Baustellen nicht vor 2019 in Angriff genommen.

So lange die Brücken nicht da sind, kann das aufgehobene Erdreich nicht über die Baustraße abgefahren werden, erklärt Fassing. So lange führt die einzige Zufahrt über den Dachsberg und die Berkersheimer müssen mit den Lastwagen im Ort leben.

Der Bahndamm zwischen Frankfurter Berg und Berkersheim ist einer der ältesten Deutschlands. Weil die Gefahr besteht, dass seine Flanken rutscht, wenn dort gebaut wird, steht 2019 Fassing zufolge eine „Nagelung“ an: Betonanker werden eingebracht, damit die Stabilität des Erdwerks gewährleistet ist.

Bürgertelefon der Bahn

Für den Ausbau der Main-Weser Bahn hat die Deutsche Bahn das „S 6-Bürgertelefon“ eingerichtet. Es ist erreichbar unter 0160 97 46 41 65.

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