Ausfahrt Rödelheim wird gesperrt

Hier wird es demnächst eng

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Einige große Baustellen stehen auch in diesem Jahr im Frankfurter Westen an. Der größte Eingriff ist die Sperrung der Autobahnausfahrt Rödelheim / Westerbachstraße nach den Osterferien: Zwei Wochen lang wird der Knotenpunkt komplett dicht sein.

Vor zwei Jahren ist die Ausfahrt Rödelheim von der A 648 neu gemacht worden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Jetzt wird die Kreuzung mit der Westerbachstraße erneut zur Baustelle: Der Linksabbieger von Sossenheim kommend in die Westerbach-Siedlung soll angelegt, eine Geradeaus-Spur von der Ausfahrt in die Siedlung geschaffen werden. Die Einrichtung dieser Verbindung fordern Anwohner seit Jahren – nun kommt sie endlich.

Weil die Abfahrt samt Kreuzung dazu 14 Tage lang gesperrt werden muss, gab es umfangreiche Gespräche zwischen dem Frankfurter Amt für Straßenbau und Erschließung und „Hessen Mobil“, dem Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes. Geplant sind weiträumige Umleitungen, die den Autoverkehr durch andere Stadtteile und Eschborn führen werden. Lieber kurz und schmerzhaft: „Ohne die Vollsperrung würde sich die Bauzeit auf 70 oder 80 Tage ausdehnen“, sagt Günter Schneider, Leiter des Baubezirks West beim städtischen Straßenbauamt.

Voraussichtlich vom 8. bis 18. April werden Ausfahrt und Kreuzung komplett gesperrt; das Umleitungssystem soll Autofahrer schon von den Zubringer-Autobahnen um die Sperrung herumführen. Danach wird die Ausfahrt wieder in Richtung Rödelheim und zum Gewerbegebiet Wilhelm-Fay-Straße geöffnet, während die Rest-Arbeiten ausgeführt werden – so lange bleibt die Verbindung in Richtung Sossenheim noch dicht. Insgesamt soll der Umbau von Ausfahrt und Kreuzung eine Viertelmillion Euro kosten.

Schon einen Monat früher, am 7. März, gehen die angekündigten Sanierungsarbeiten in der Silostraße los: Auf der Verbindung zwischen Unterliederbach und Zeilsheim wird ein Einrichtungsverkehr in Fahrtrichtung Höchst eingerichtet. Diese Baustelle wird deutlich länger dauern: „Wir hoffen, bis zum Herbst fertig zu sein“, sagt Günter Schneider.

Weitere Einschränkungen gibt es in den Sommerferien, wenn der zweite Abschnitt der Königsteiner Straße zwischen Burgunderweg und Wasgaustraße umgebaut werden soll: Die Fahrbahndecke wird saniert, die Ampelsignale neu eingestellt, die Baumscheiben vergrößert sowie Radwege und Parkstreifen neu geordnet.

Auf dem Sossenheimer Weg soll ein (von Autos befahrbarer) Fahrradschutzstreifen eingerichtet werden; auch die Bushaltestelle vor dem Alleehaus wird verschoben und behindertengerecht ausgebaut. Wie viel diese Maßnahme kosten wird, kann erst beziffert werden, wenn alle Details geklärt sind – die Bauarbeiten werden aber voraussichtlich bis über das Ende der Sommerferien hinaus andauern.

Im Sommer soll auch die Engstelle in Alt-Zeilsheim umgestaltet werden. Hier wird auf der Westseite der Bürgersteig verbreitert; auf die Ostseite kommt ein Schrammbord. In der Engstelle kommen künftig zwei Busse nicht mehr aneinander vorbei; einer muss warten – das ist der Sicherheit der Fußgänger geschuldet.

Schon in der kommenden Woche wird die Morgenzeile in Goldstein aufgerissen, die seit Jahren als sanierungsbedürftig angemahnt wird. Nun haben sich die Ämter abgesprochen: Erst legen die Energieversorger ihre neuen Leitungen und Rohre, dann macht das Straßenbauamt die Oberfläche neu.

Ärger gibt es indes in der Vogelsiedlung in Unterliederbach: Dort laufen Anwohner des Grasmücken- und Starenwegs Sturm gegen eine Anordnung der Straßenverkehrsbehörde, in den Straßen Einbahn-Verkehr einzurichten. Der Hintergrund: Bäume, die zu dicht an der Fahrbahn stehen, haben den Asphalt angehoben und die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Das Straßenbauamt will größere Baumscheiben anlegen, was allerdings die „lichte Breite“ der Straße von 5,50 Meter auf 3,50 Meter verringert. Weil dort kein Begegnungsverkehr mehr möglich sei, hat die Straßenverkehrsbehörde die Einbahn-Schilder anbringen lassen, die allerdings noch nicht gelten. Nun soll es eine Bürgeranhörung vor Ort geben; die Anwohner werden darüber informiert. Dann muss entschieden werden: Bäume oder bequemer Zwei-Richtungs-Verkehr. Beides ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht möglich.

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