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Auf der U-Bahn-Linie 4 soll nicht nur verstärkt kontrolliert werden. Sie verkehrt zwischen Hauptbahnhof und Enkheim. F: rüf

Service-Projekt mit 14 VGF-Mitarbeitern

Hilfreiche Kontrolleure

Seit gestern sind Kontrolleure tagsüber stetig mit der U-Bahn-Linie 4 unterwegs. Sie sollen den Fahrgästen auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Kürzlich eröffnete die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) an der stark frequentierten Hauptwache einen Info-Punkt, um ihren Fahrgästen direkt am Bahnsteig (U 1, U 2, U 3 und U 8 Richtung Südbahnhof) als Ansprechpartner zur Verfügung stehen zu können. Gestern nun startet ein zweites Pilotprojekt mit dem Ziel, noch mehr Service zu bieten: Zwölf eigens geschulte Mitarbeiter des VGF-Fahrausweisprüfdienstes – der vom Dienstleister Wisag für die VGF durchgeführt wird – sind werktags zwischen 8 und 16.30 Uhr auf der U-Bahn-Linie U 4 unterwegs. Die Prüfung der Fahrkarten wird hierbei nur noch eine ihrer Aufgaben sein – auch wenn es fraglos auch darum geht, durch Präsenz potenzielle Schwarzfahrer abzuschrecken. Darüber hinaus stehen sie den Fahrgästen mit Rat und Tat zur Seite. Egal, ob es um Fragen zum Tarif geht, um Hilfestellungen beim Lösen der richtigen Fahrkarte oder um eine Auskunft, wie man vor Ort weiterkommt.

„Wir haben für dieses Projekt mit unserem Dienstleister Wisag langjährige Mitarbeiter ausgewählt, die sich immer wieder durch besonders kundenorientiertes Verhalten hervorgetan haben und zudem sehr kommunikativ sind“, so Dusan Jekic, der bei der VGF den Bereich Fahrausweisprüfdienst leitet. Als Ansprechpartner sind die Mitarbeiter durch ihrer Dienstkleidung eindeutig zu erkennen. Sie werden auch einzeln auftreten. „So können sie zeitgleich an mehr Orten sein“, erklärt Jekic weiter.

Denn nicht nur in den Bahnen der Linie U 4, sondern auch in den Stationen zwischen Seckbacher Landstraße und Bockenheimer Warte werden Fahrgäste künftig auf die mobilen Servicekräfte treffen: Das ermöglicht zeitintensive Gespräche und Hilfestellungen, beispielsweise Begleitung mobil eingeschränkter Personen bis zu den Ausgängen, Hilfe beim Umsteigen oder auch der für viele Fahrgäste noch neue Vorgang des E-Ticket-Kaufs am Fahrscheinautomaten.

„Der Zeitraum für die Pilotphase bietet sich gerade jetzt an, da durch die Arbeiten am barrierefreien Ausbau auf der Linie U 5 besonders viele Fahrgäste auch auf die Linie U 4 ausweichen“, sagt Verkehrsdezernent Stefan Majer. Auch die Sperrung des Frankfurter S-Bahntunnels in den Sommerferien 2016 wird noch in den Zeitraum des Projekts fallen.

Nach Ablauf der Testphase wird es eine Auswertung geben, auf deren Grundlage entschieden wird, ob das Serviceangebot so gut angenommen wird, dass es dauerhaft eingerichtet und auf andere Linien ausgeweitet wird.

(red)

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