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Der Historiker Michael Wolffsohn ist gestern in der Paulskirche ausgezeichnet worden.

Historiker Michael Wolffsohn mit Menschenrechtspreis geehrt

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn ist gestern in der Paulskirche mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn ist gestern in der Paulskirche mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ ausgezeichnet worden. Er bekomme den mit 10 000 Euro dotierten Preis für sein vielfältiges und umfangreiches Schaffen, sagte der Stiftungsvorsitzende Christean Wagner . Der 71-Jährige habe immer wieder deutlich gemacht, dass die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur nicht dazu führen dürften, das Unrecht an den vertriebenen Deutschen zu verschweigen. „Wolffsohn war und ist ein Gegner aller Kollektivschuld-Thesen und steht damit fest auf dem Boden der unteilbaren Menschenrechte, die er unabhängig von Ideologien und Anfeindungen stets als Maßstab vertreten hat“, urteilte die Jury. Er habe sich dafür ausgesprochen, dass die dauerhafte Erinnerung an die Vertreibung ein elementarer Teil der deutschen Geschichte ist.

Der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis wird seit 2003 alle zwei Jahre an Einzelpersonen oder Initiativen verliehen, die durch ihr Handeln das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Menschenrechtsverletzungen durch Völkermord, Vertreibung oder die bewusste Zerstörung nationaler, ethnischer oder religiöser Gruppen schärfen. Zu den Preisträgern zählen die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller , der ungarische Schriftsteller György Konrad und zuletzt die Bürgerrechtlerin, Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin Freya Klier .

Im Anschluss eröffnete in der Paulskirche die sechste Ausstellung des Zentrums gegen Vertreibungen mit dem Titel „In Lagern – Schicksale deutscher Zivilisten im östlichen Europa 1941-1955“. Sie ist bis zum 4. November zu sehen.

(epd)

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