Hochhäuser und Kaiserlei-Quartier dürfen Erdwärme nutzen

Die vier neuen Hochhäuser auf dem ehemaligen Deutsche Bank-Gelände in Frankfurt und ein neues Quartier am Kaiserlei in Offenbach dürfen überwiegend mit Erdwärme beheizt und gekühlt werden.

Die vier neuen Hochhäuser auf dem ehemaligen Deutsche Bank-Gelände in Frankfurt und ein neues Quartier am Kaiserlei in Offenbach dürfen überwiegend mit Erdwärme beheizt und gekühlt werden. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat die beiden große Geothermie-Projekte für jeweils 50 Jahre genehmigt. Dazu gehörten der Betrieb erdgekoppelter Wärmepumpenanlagen, die Nutzung von 640 Pfählen im tiefen Fundament der bis zu 228 Meter hohen Hochhäuser für die Erdwärme, und in Offenbach der Einbau von Erdwärmesonden, teilte das RP am Montag mit.

In Frankfurt könne Erdwärme von insgesamt rund 1000 Kilowatt entzogen werden. Damit gehöre die Anlage zu den bisher größten ihrer Art in Hessen. In den Hochhäusern sollen vor allem Wohnungen, Büros, Geschäfte, Gastronomie und eine Kita entstehen.

Am Offenbacher Kaiserlei („Quartier am Kaiserlei”) sind bis 2021 rund 840 Wohnungen sowie zahlreiche Gewerbe-Immobilien geplant. Auch ein Hotel, Gastronomie, Einzelhandel, eine Kita und ein Schwimmbad sollen gebaut werden. Der Heiz- und Kühlbedarf der Neubauten solle überwiegend durch die Nutzung oberflächennaher Erdwärme gedeckt werden.

Erdwärme ist ein sogenannter bergfreier Bodenschatz und fällt damit unter die Regelungen des Bundesberggesetzes. Daher ist eine Genehmigung der zuständigen Bergbehörde, dem RP, notwendig.

(dpa)

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