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Pläne für neues Gebäude an der Hauptwache veröffentlicht: So soll der Neubau aussehen

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Von: Dennis Pfeiffer-Goldmann

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So soll der Neubau an der Stelle der Ex-Sportarena an der Hauptwache aussehen, links die Katharinenkirche.
So soll der Neubau an der Stelle der Ex-Sportarena an der Hauptwache aussehen, links die Katharinenkirche. © SIGNA Real Estate

Ein deutlich größerer Neubau soll an der Stelle der bisherigen Sportarena an der Hauptwache in Frankfurt entstehen. Das Gebäude soll weit mehr als nur Geschäfte beherbergen.

Frankfurt – Einen deutlich größeren Neubau will der österreichische Immobilienentwickler Signa an der Stelle der bisherigen Sportarena an der Hauptwache in Frankfurt bauen. Das Unternehmen des Millionärs und Karstadt/Kaufhof-Eigentümers René Benko kündigte das Vorhaben am Montag (11.04.2022) per Pressemitteilung an. Es hatte zuvor lange Zeit nicht auf Anfragen dieser Redaktion reagiert.

Die Kaufhalle an der Ecke gegenüber der Katharinenkirche gehörte lange Zeit zum Einkaufsstandard in der Innenstadt - standesgemäß mit Zugang direkt von der B-Ebene der U- und S-Bahn-Station. Kaufhalle und bequemer Zugang sind schon lange Geschichte. Es folgte ab 1999 eine zweite Karriere als Sporthaus für Kaufhof. Doch läutete das Totenglöckchen für den Nachkriegsbau mit prominenter Adresse An der Hauptwache 1 schon länger. 2017 schloss die Sportarena, danach versuchten sich die Eigentümer der Kaufhauskette mit günstigen Modegeschäften namens "Saks Off 5th" und "Dress for less".

Neubau an der Hauptwache: Büros, Wohnungen, Gastronomie und Geschäfte geplant

Seit vorigem Jahr steht das Gebäude entlang der Katharinenpforte zwischen Roßmarkt und Kornmarkt nahezu leer, zuletzt wurde es teils entkernt. Nun soll laut Signa der Abriss bis Ende Juni folgen. Die Stadt hatte die Genehmigung dafür bestätigt - ebenso, dass sie mit dem Eigentümer über den Neubau spreche.

Laut der am Montag veröffentlichten Mitteilung soll dieser mit sechs Etagen deutlich höher ausfallen als die alte Sportarena mit vier Stockwerken. Der Nachbarbau am Roßmarkt ist ebenfalls sechs Geschosse hoch. Auf den 10 100 Quadratmetern Mietfläche seien mit 7300 Quadratmetern "hochwertige" Büroflächen geplant, dazu 2300 Quadratmeter Verkaufs- und Gastronomiefläche im Erdgeschoss und ein 500 Quadratmeter großer, jedoch nicht öffentlicher Dachgarten.

Frankfurt: Neues Gebäude an der Hauptwache mit moderner Ausstattung

Fertig werden solle das Geschäftsgebäude Ende 2024. Es erhalte eine "markante Fassadengestaltung", betont die Signa. Der Entwurf des Kölner Architekturbüros von Caspar Schmitz-Morkramer und Christoph Wolf "nimmt die Formensprache und Materialität des Umfelds auf und setzt mit seinen weichen Konturen gleichzeitig einen besonderen Akzent". So weichen die oberen Stockwerke auf der Seite zur Katharinenkirche hin zurück, die Ecke zur Hauptwache hin wird zudem abgerundet.

Die Ladenflächen seien "für individuelle Retailkonzepte" bedarfsbezogen teilbar, erläutert die Signa. Die Gastronomie sei zum Friedrich-Stoltze-Platz hin gelegen und solle diesen zusätzlich beleben. 20 Autos und 140 Fahrräder sollen in der Tiefgarage im zweiten Untergeschoss Platz finden. Das Gebäude werde nach Effizienzstandard KfW-55 errichtet, mit Fernwärme versorgt und bekomme eine Photovoltaik-Anlage.

Angaben zur Investitionssumme macht Signa-Sprecher Sebastian Schmidt auf Anfrage nicht. Die Vermarktung an Mieter solle noch im April beginnen. (dpg)

Auch am Opernplatz in Frankfurt baut die Signa: Dort wird das einstige Mövenpick-Restaurant abgerissen. Hier soll ein Hochhaus entstehen. Doch es gibt zahlreiche Tücken.

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