+
Jutta Jekel und Bernd Reißig freuen sich auf den Neujahrsempfang der Hoffnungsgemeinde. Zum ersten Mal wird ins Kongresshaus Kap Europa geladen. Foto Rainer Rüffer

Neue Location

Hoffnungsgemeinde lädt zum Neujahrsgottesdienst

  • schließen

Zum ökumenischen Neujahrsgottesdienst lädt die Hoffnungsgemeinde ins Kongresshaus Kap Europa. Thema sind Heimat, bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt und neue Räume in der Hoffnungsgemeinde.

Im großzügigen Foyer öffnet sich ein Weitblick, der von der Skyline in der Innenstadt bis zum Henninger Turm reicht. „Wir rechnen nach Voranmeldungen mit 200 bis 250 Besuchern“, sagt Jutta Jekel, Pfarrerin der evangelischen Hoffnungsgemeinde, die im Messegebäude Kap Europa in der Osloer Straße 5 zum Neujahrsempfang lädt. „Da wir genügend Platz haben und vorher keine Besucherlisten aus Sicherheitsgründen abgeben müssen, sind auch spontane Besucher noch herzlich eingeladen.“

Die Hoffnungsgemeinde gestaltet um 11 Uhr den ökumenischen Gottesdienst und anschließenden Empfang gemeinsam mit der Domgemeinde Sankt Bartholomäus und der Band Habakuk. Dank ihrem Projektmanager Bernd Reißig wird die Messe Frankfurt mit dem Kap Europa erstmals zum Gastgeber: „Durch meine Werkswohnung auf dem Messegelände gehöre ich zur Hoffnungsgemeinde und engagiere mich schon seit einigen Jahren in der Winteraktion“, erklärt er.

In der Nachbarschaft des künftigen Hochhauses One und des im Bau schon fortgeschrittenen Grand Tower bietet der rund 500 Quadratmeter große lichtdurchflutete Foyerraum des Cap Europa vielfältige Anknüpfungspunkte zur Frankfurter Stadtentwicklung.

Pfarrer Lars Kessner hält die Predigt zum Gottesdienst über die Entstehung und Heimat der ersten urchristlichen Gemeinde (Apostelgeschichte 2, 42 ff.). Die Liturgie gestaltet Pfarrerin Jekel gemeinsam mit ihrer katholischen Kollegin Beatrix Henrich, Pastoralreferentin an Sankt Antonius. Passend dazu spielt der Stadionpfarrer Eugen Eckert mit seiner Band Habakuk Lieder zum gemeinsamen Haus Gottes.

„Wie die erste Urgemeinde müssen wir auch heute aktive Gemeinschaft und Nachbarschaft leben, damit die multikulturelle Stadt Frankfurt zur Heimat aller Bewohner wird“, betont Jekel. Das gelte für Alteingesessene ebenso wie für Hinzugezogene und Flüchtlinge. „Und das bedeutet natürlich auch, dass Wohnraum auch im zentralen Stadtgebiet für alle bezahlbar bleiben muss“, fügt Jekel mit Blick auf die benachbarten Wohntürme hinzu, in denen Eigentumswohnungen bis zu 19 000 Euro pro Quadratmeter kosten sollen. „Gleichzeitig kommt es vor, dass hauptamtliche Mitarbeiter unserer Gemeinde fragen, ob sie sich eine Wohnung in der Nähe noch leisten können.“

Auch die Hoffnungsgemeinde wird in ihren neuen Räumen vielen Menschen Heimat bieten: So eröffnet zum Ende der nächsten Woche die neue Kaffeestube in der Gutleutstraße 131 und lädt vom 12. bis 28. Februar zur Winteraktion für Arme und Obdachlose. Im Frühjahr wird dafür die Caritas die Hirtenkapelle der Wurzelsiedlung für ihr Wohnwagenprojekt „Heraus-Wagen“ übernehmen.

Spannend bleibt es auch im Umfeld der Matthäuskirche, da das Gelände des benachbarten alten Polizeipräsidiums für den Hochhausbau interessant bleibt. „Die Kirche unter den Türmen soll als Gottesdienst- und Veranstaltungsraum einbezogen werden“, sagt Jekel. Passend dazu startet „Matthäus macht Programm“ am 20. Januar mit dem Tagesworkshop „Innovation 4.0 kennen und können“, der sich mit den Folgen der Digitalisierung beschäftigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare