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Gestern begann der Aufbau der Skulptur ?Die Große Illusion? für das Fest zur Eröffnung der neuen Altstadt.

Kunstverein

Hommage an die neue Altstadt

Ich sehe was, was Du nicht siehst: „Die Große Illusion“ des Frankfurter Kunstvereins reflektiert das Licht und die Bewegung der Menschen. Mit Eröffnung der neuen Altstadt kann die Skulptur ein halbes Jahr bestaunt werden.

Der Platz vor dem Frankfurter Kunstverein ist mit einem Bauzaun abgesperrt. Baukräne stehen vor dem Seiteneingang des Gebäudes. In der Mitte schwebt eine neun Meter lange, zylinderförmige Skulptur einige Zentimeter über dem Boden. „Die Installation wird eine Hommage an die neue Altstadt“, sagt Franziska Nori, Direktorin des Kunstvereins.

Seit dem frühen Morgen sind die Installateure damit beschäftigt, die zwei Tonnen schwere Skulptur an der Außenfassade des Gebäudes zu montieren. Mit einem 21 Meter langen Tieflader wurde sie zum Römerberg gefahren und mit Hubkränen zum Gebäude des Kunstvereins transportiert. Zwei Tage sind für die Installation der Skulptur eingeplant.

Anlass ist die bevorstehende Eröffnungsfeier der neuen Altstadt. „Als ältestes original erhaltenes Haus, wollen wir eine Brücke zur neu restaurierten Altstadt schaffen“, so Nori. Dafür habe das in Frankfurt ansässige Künstlerduo Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt die ortsspezifische Installation „Die große Illusion“ für den Kunstverein erschaffen. Im Frühjahr haben sie mit der Konzeption begonnen. „Die Idee war es, eine Skulptur zu erschaffen, die ihre Umgebung möglichst facettenreich widerspiegelt“, sagt Berthold Hörbelt. Das Duo ist bekannt für die Arbeit mit industriellen Materialien. „Dies steht im perfekten Widerspruch zu unserem historischen Gebäude“, erklärt Nori, die die beiden speziell für dieses Projekt eingeladen hat.

Winter und Hörbelt versuchen die Umgebung in ihre Werke mitaufzunehmen und so die Wahrnehmung des Betrachters zu verschieben. Auch bei „Die große Illusion“ haben sie daher mit poliertem Stahlblech gearbeitet, der mit den eingearbeiteten Falzen und Überlagerungen einen schillernden Effekt erzeugt. „Das Spiegelbild der Umgebung wird so in viele Pixel zerbrochen“, erklärt Hörbelt. Dadurch entstehe eine Collage aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Die Bewegungen der Passanten und der Lichteinfall sorgen dafür, dass diese sich immer wieder verändert. „Wir wollen die Lieblichkeit der Altstadt aus allen Blickwinkeln einfangen“, so Nori.

Die Illusion

sei dabei die Spiegelung der Altstadt.

Inspiration für die Form der Skulptur seien geknickte Getränkedosen gewesen, die sonst meist achtlos in die Ecke geworfen würden, sagt Hörbelt.

Zentimeter für Zentimeter wird die Skulptur mit Hilfe zweier Kräne auf das Dach gehoben und dort befestigt. Immer wieder wird der Kran gestoppt, die Sicherungen kontrolliert und neu befestigt. Eine Kranführerin beobachtet den Vorgang. Schaulustige stehen um die Bauzäune und beobachten die aufwendige Installation.

Ein halbes Jahr soll das Außenprojekt für Besucher des neuen Dom-Römer-Areals öffentlich zugänglich sein und einen neuen Blick auf das Gebäude und die Altstadt ermöglichen.

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