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Kasino-Schüler sprühen nur so vor Kreativität

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Die Achtklässler der Kasinoschule lassen ihrer Kreativitä freien Lauf.
Die Achtklässler der Kasinoschule lassen ihrer Kreativität freien Lauf. © pv

Achtklässler bemalen Trafohäuschen bunt

HÖCHST - Der Höchster Mainberg ist seit gestern ein bisschen bunter geworden. Genauer gesagt: das Trafohäuschen. Vorher grau und unscheinbar, hat es sich binnen weniger Stunden zum Hingucker gemausert. Dahinter steckt eine Verschönerungsaktion, welche die Süwag-Netztochter Syna zusammen mit dem Frankfurter Spray-Künstler Jorge Labraña und den Schülern der Klasse 8 a der Kasinoschule ins Leben gerufen hat: An zwei halben Tagen erarbeiteten die 14 Nachwuchs-Sprayer mit dem Meister ihr eigenes Motiv und setzten ihre selbst entwickelte Idee direkt um.

Wichtig dabei: „Wir haben ihnen keinerlei Vorgaben gemacht“, wie Labraña erklärt. „Ich habe mich mit den Kids auf den Schulhof gestellt und ihre Ideen gesammelt - genommen haben wir ganz demokratisch dann die mit den meisten Stimmen“, berichtet der Mann mit dem Künstlernamen „Fuego Fatal“. Als Ergebnis wirft nun die muskelgestählte Jolyne Cujoh mit kritisch hochgezogener Augenbraue einen Blick auf die Passanten am Mainberg. Den meisten Erwachsenen dürfte die Figur kein Begriff sein, für viele Kinder ist die Anime-Figur (in Japan produzierte Zeichentrickserien, Anm. d. Red.) jedoch eine Heldin.

Daneben prangen in Zierschrift der Schulname „Kasino“ sowie die Namen aller beteiligten Schüler: Leon, Ivy, Mohamed, Fatmegyul, Joleen, Ramona, Etjen, Nelson, Gennaro, Atifa, Adam, Imad, Anna und Katrin. An den Seiten durften sich die jungen Künstler noch mal mit farbigen Kreisen und einem Herzen austoben. Außerdem ziert die linke Seitenwand der Trafostation noch eine gesprühte Spraydose, daneben die Botschaft „Positive Energy!“ (Positive Energie). Das beziehe sich sowohl auf das Engagement der Schüler als auch auf das Kerngeschäft der Syna, wie Kommunalmanager Andreas Haus erklärt. „Der Erfolg dieser Aktion ermutigt uns, weitere Projekten dieser Art in Angriff zu nehmen“, kündigt er an. An Objekten mangele es jedenfalls nicht: Alleine in Höchst hat die Syna nach seinen Worten 30 sogenannte „Ortsnetzstationen“ - und wegen der Energiewende sollen in den nächsten Jahren einige dazu kommen.

Für sein Team hat Labraña nur Lob parat: „Sie waren von der ersten Minute an voll motiviert bei der Sache“, erzählt er. So ganz nebenbei hätten sie dabei Werte wie Demokratie und Teamfähigkeit erfahren - und seien jetzt zu Recht stolz auf ihre kreative Leistung. Das sieht auch Klassenlehrerin Katrin Barth so, die ihrerseits von Künstler Labraña schwärmt: „Er hat es in kürzester Zeit geschafft, das Vertrauen der Schüler zu gewinnen.“ mfo

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