+
Reichlich verwöhnt wird dieser Vierbeiner, der zur Rettungshundestaffel gehört. Die Besucher freut?s.

Rettungskräfte

Hunderte Besucher nutzten die Chance, hinter die Kulissen der Feuerwehr zu schauen

Beim Feuerwehrfest mit dem jährlichen Polizei- und Feuerwehrlauf kamen hunderte Besucher, um die Arbeit der Rettungskräfte kennenzulernen. Und um Anekdoten zu erzählen.

Die Feuerwehr wird für Kinder wohl immer ein Faszinosum bleiben. Aufgeregt hüpfen sie von einem Bein aufs andere, während die Rettungshundestaffel der Frankfurter Feuerwehr ihre vierbeinigen Helfer über den Parcours führen. Dann rennen auch noch Feuerwehrmänner los, zu einem echten Einsatz. Da sind die Bambinis der Freiwilligen Feuerwehr Philippstein ganz aus dem Häuschen.

Das Feuerwehrfest mit dem Polizei- und Feuerwehrlauf, bei dem sich die Rettungskräfte in all ihren Facetten präsentieren, zog am Samstag aber auch die Großen erst in das Brand- und Katastrophenschutzzentrum an der Feuerwehrstraße und dann in ihren Bann. Entweder mit den ganz alten Feuerwehrautos bei der Oldtimer-Show oder mit den modernen.

Klaus Gorissen öffnet die Klappe hinten am Löschfahrzeug und ein „Mmmmh“ raunt durch die Fahrzeughalle. „Das ist noch ein richtiger Pumpstand“, sagt einer in der Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr aus dem bayerischen Röllfeld. In seiner Stimme schwingt Anerkennung, Neid und die Freude, die Kenner eben empfinden, wenn sie unter sich fachsimpeln. Gorissen, der pensionierte Hauptbrandmeister der Frankfurter Berufsfeuerwehr mit der ruhigen Stimme, wusste vorher, dass die Feuerwehrmänner und -frauen so reagieren werden. Denn der Pumpstand gehört zur alten Garde. Mit massiven Metallhebeln kann man steuern, durch welche Schläuche die 5000 Liter Wasser oder 250 Liter Schaum aus den Tanks gepumpt werden. „In modernen Löschfahrzeugen gibt es nur noch ein Display“, sagt Gorissen. Viele in der Gruppe verziehen das Gesicht. „Man will doch spüren, ob die Löschmittel fließen. Darauf verlässt sich der Kamerad am anderen Ende des Schlauchs.“

Wie Hunderte andere nutzten die bayerischen Besucher den Tag, um sich zeigen zu lassen, wie die viertgrößte Berufsfeuerwehr Deutschlands arbeitet. Erstaunt hörten sie, dass jeder Dritte der jährlich 100 000 Rettungsdiensteinsätze in Frankfurt die Feuerwehr übernimmt und dass Feuerwehrmänner hier immer auch Rettungssanitäter sind.

Aber die Besucher wollten auch Anekdoten austauschen. So wie der Röllfelder Marco Filbert. Um eine Person aus dem Main zu retten, rückten sie mit fünf Fahrzeugen aus, hatten dann aber nur einen zwei Meter großen und verwesenden Wels aus dem Fluss zu ziehen. Warum der Gruppenführer entschied, den Fisch in einem Leichensack im Feuerwehrauto abzutransportieren, wo er die Luft für die nächsten zwei Monate verpestete, habe sich Filbert nicht erschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare