Stromausfall

Hunderte Haushalte in Bornheim bleiben bis in die Nacht dunkel

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Wegen eines Stromausfalls müssen Menschen in hunderten Wohnungen im Frankfurter Stadtteil Bornheim auch den Abend über im Dunkeln verbringen und ohne Wasserversorgung auskommen.

"Die Schadensbehebung läuft auf Hochtouren", erklärt Sven Birgmeier vom Energieversorger Mainova, zu dem auch die Netzdienste Rhein-Main als Betreiber des Stromnetzes gehören. Seinen Angaben zufolge habe es einen Kurzschluss in einem Mittelspannungskabel gegeben, das unter der Erde verlegt sei. Die Netzdienste Rhein-Main kündigen ein Ende der Störung nach aktuellen Angaben erst für den späteren Abend an.

Deshalb müsse das Kabel nun per Tiefbau freigelegt und anschließend ersetzt werden. "Das soll im Lauf des Abends erledigt sein", sagt Birgmeier am frühen Abend. Die Schadensbehebung werde "heute noch" abgeschlossen, allerdings erst am späten Abend. Die automatische Ansage der Netzdienste Rhein-Main kündigt das Ende der Störung inzwischen für 23 Uhr an.

Gegen 9.40 Uhr war der Strom örtlich begrenzt in Teilen von zwei Straßen im Nordosten von Bornheim ausgefallen. Davon dürften schätzungsweise mehr als 1200 Bewohner betroffen gewesen sein. Anfangs hatte es geheißen, dass die Störung in der Inheidener und der Kohlbrandstraße bis 12 Uhr behoben sein sollte. Allerdings entpuppte sich der Schaden offensichtlich als größer als anfangs angenommen.

Daher baute die Mainova ein Notstromaggregat für das Altenwohnheim der Arbeiterwohlfahrt in der Kohlbrandstraße auf. "Seit etwa 15 Uhr haben die Bewohner dort wieder Strom", erläutert der Mainova-Sprecher. In den vier bis zu 16 Stockwerke hohen Häusern leben 150 Familien und 280 ältere Mieter. Seit 17 Uhr werde auch der Rewe-Markt in der Inheidener Straße wieder mit elektrischer Energie versorgt: Dort hat die Mainova ebenfalls ein Notstromaggregat aufgestellt.

Allerdings seien die beiden 17 und 22 Stockwerke hohen Wohnhochhäuser in der Inheidener Straße nach wie vor ohne elektrische Energie, erläutert Sven Birgmeier. Die Wohnanlage umfasst mehr als 300 Wohnungen. Durch den Stromausfall sind hunderte Bewohner auch von der Wasserversorgung abgeschnitten und die Fahrstühle fahren nicht. Zudem sind die als Fluchtwege vorgesehenen Treppenhäuser ohne Beleuchtung. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers gab es bis zum frühen Abend keinerlei Einsätze in der betroffenen Wohnanlage.

Wegen des Fehlens elektrischer Energie mussten drei weitere Läden in den Gebäuden schließen oder konnten nicht öffnen. Im gegenüber liegenden Sportcenter der TG Bornheim und im Panoramabad läuft der Betrieb dagegen uneingeschränkt. Auch ein Getränkemarkt blieb trotz des Stromausfalls geöffnet. Hier nutzten die Mitarbeiter statt der elektronischen Kasse handschriftliche Quittungen und ganz klassisches Kopfrechnen.

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