Beschädigtes Kabel

Hunderte Menschen in Bornheim fast 20 Stunden ohne Strom

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Fast 20 Stunden lang haben Hunderte ohne Stromversorgung in Teilen von Bornheim leben müssen. "Seit 5.20 Uhr fließt wieder Strom und die Bewohner werden wieder versorgt", erklärte Mainova-Sprecher Sven Birgmeier am frühen Sonntagmorgen. Auch die Nacht hindurch waren die rund 320 Wohnungen in den bis zu 22 Stockwerke hohen Häusern Inheidener Straße 67 bis 71 jedoch dunkel und ohne Wasserversorgung geblieben.

Fast 20 Stunden lang haben Hunderte ohne Stromversorgung in Teilen von Bornheim leben müssen. "Seit 5.20 Uhr fließt wieder Strom und die Bewohner werden wieder versorgt", erklärte Mainova-Sprecher Sven Birgmeier am frühen Sonntagmorgen. Auch die Nacht hindurch waren die rund 320 Wohnungen in den bis zu 22 Stockwerke hohen Häusern Inheidener Straße 67 bis 71 jedoch dunkel und ohne Wasserversorgung geblieben.

Die Reparaturarbeiten der fürs Stromnetz zuständigen Mainova-Tochter Netzdienste Rhein-Main hätten sich verzögert, weil die Techniker weitere Schäden im betroffenen 10-Kilovolt-Kabel festgestellt hätten, erläutert Birgmeier. Deshalb hätten während der Nacht weitere Teile des Kabels im Tiefbau freigelegt und ersetzt werden müssen. Im Lauf des Sonntags will die Mainova nun die Notstromversorgung für die Awo-Seniorenwohnanlage in der Kohlbrandstraße und den Rewe-Markt in der Inheidener Straße wieder abbauen.

Ursache für den Ausfall sei ein Schaden in einem in der Erde verlegten Mittelspannungskabel gewesen, erklärte der Mainova-Sprecher. Eine genaue Ursache für den Kurzschluss konnte der Stromversorger bisher nicht nennen. "Häufig sind Beschädigungen an Leitungen durch Bauarbeiten ein Grund", erklärte Birgmeier. Dies sei hier aber nicht der Fall gewesen.

Gegen 9.40 Uhr am Samstag war der Strom in Teilen von zwei Straßen im Nordosten von Bornheim ausgefallen. Davon waren insgesamt schätzungsweise rund

1200 Menschen betroffen

.

Anfangs hatte es geheißen, dass die Störung in der Inheidener und der Kohlbrandstraße bis 12 Uhr behoben sein sollte. Allerdings entpuppte sich der Schaden als größer als anfangs angenommen, die Reparatur verzögerte sich mehrfach.

Daher baute die Mainova noch am Samstag ein Notstromaggregat für die Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt in der Kohlbrandstraße auf.

"Seit etwa 15 Uhr haben die Bewohner dort wieder Strom", erläuterte Birgmeier am Samstagnachmittag. In den vier bis zu 16 Stockwerke hohen Häusern leben 150 Familien und 280 ältere Mieter. Seit 17 Uhr am Samstag wurde auch der Rewe-Markt in der Inheidener Straße wieder mit elektrischer Energie versorgt. Dort hatte die Mainova ebenfalls ein Notstromaggregat aufgestellt.

Allerdings blieben die Wohnhochhäuser in der Inheidener Straße mit mehr als 300 Wohnungen die ganze Nacht hindurch weiter ohne Stromversorgung. Durch den Stromausfall waren hunderte Bewohner auch von der Wasserversorgung abgeschnitten und die Fahrstühle fuhren in den beiden 17 und 22 Stockwerke hohen Gebäuden fuhren nicht. Zudem waren die als Fluchtwege vorgesehenen Treppenhäuser ohne Beleuchtung.

Wegen des Fehlens elektrischer Energie hatten drei weitere Läden in den Gebäuden schließen müssen oder konnten nicht öffnen. Im gegenüber liegenden Sportcenter der TG Bornheim und im Panoramabad lief der Betrieb dagegen uneingeschränkt. Auch ein Getränkemarkt blieb trotz des Stromausfalls geöffnet. Hier nutzten die Mitarbeiter statt der elektronischen Kasse handschriftliche Quittungen und ganz klassisches Kopfrechnen.

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