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Hungerstreik: Flüchtlinge wollen nicht umziehen

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Diese große Fabriksporthalle im Stadtteil Fechenheim dient als Notunterkunft für Flüchtlinge. Jetzt müssen die Flüchtlinge die Halle räumen, sie wollen aber nicht.
Diese große Fabriksporthalle im Stadtteil Fechenheim dient als Notunterkunft für Flüchtlinge. Jetzt müssen die Flüchtlinge die Halle räumen, sie wollen aber nicht. © Heike Lyding

Die Menschen aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Afghanistan, darunter zahlreiche Mütter und Kinder, wehren sich mit drastischen Mitteln: Alle 300 traten vormittags in in den Hungerstreik. Am Mittag verweigerte immer noch die Hälfte das Essen.

Am Dienstag erfuhren die 300 Flüchtlinge in der Fabriksporthalle im Stadtteil Fechenheim, dass das Land ihre Unterkunft auflösen und sie in das Neckermanngebäude an der Hanauer Landstraße verlegen will. Dort gibt es etwa 2000 Plätze. Doch die Flüchtlinge in der Fabriksporthalle wollen ihr Domizil nicht verlassen, weil sie sich dort inzwischen heimisch fühlen.

Die Menschen aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Afghanistan, darunter zahlreiche Mütter und Kinder, wehren sich mit drastischen Mitteln: Alle 300 traten vormittags in in den Hungerstreik. Am Mittag verweigerte immer noch die Hälfte das Essen.

"Wir sind eine gute Gemeinschaft, wie eine große Familie", betont Sprecher Fadel F. Wenn sie in die Massenunterkunft an der Hanauer Landstraße einziehen müssten, wäre der Frieden gefährdet, so fürchten die Flüchtlinge.

In der Halle haben sie mit Kreide emotionale Worte auf eine Schultafel gemalt: "Wir bitten euch, hier unter euch verweilen zu dürfen. Wir lieben euch, denn Ihr seid alle gutherzige Unterstützer Frau Merkels."

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