Prozess

Illegaler Medikamentenhandel - Bewährungsstrafe für deutschen Geschäftsmann

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Nach seiner Auswanderung nach Fernost verdiente ein heute 59 Jahre alter Geschäftsmann gutes Geld mit dem Versand von in Deutschland verschreibungspflichtiger Potenzmittel und Muskelpräparate.

Nach seiner Auswanderung nach Fernost verdiente ein heute 59 Jahre alter Geschäftsmann gutes Geld mit dem Versand von in Deutschland verschreibungspflichtiger Potenzmittel und Muskelpräparate.

In mindestens 36 Fällen kamen die Pakete termingerecht an und die Käufer zahlten den Kaufpreis auf Konten, die von dem in Thailand lebenden Mann eigens in Deutschland eingerichtet worden waren. Während er in seinem Domizil weiterhin dem illegalen Medikamentenhandel frönte, wurde hierzulande freilich schon intensiv ermittelt gegen ihn. Diese Bemühungen der Kriminalpolizei mündeten schließlich in einen internationalen Haftbefehl, der gegen den ahnungslosen Mann in Übersee erlassen wurde. Und als den Auswanderer irgendwann einmal das Zipperlein plagte und er sich der guten medizinischen Versorgung in deutschen Krankenhäusern erinnerte, schnappte die Falle zu. Die Tatsache, dass er auf dem deutschen Konsulat erschien, um den Reisepass verlängern zu lassen, war für die Polizei eine gute Hilfe. Beim Besteigen der Maschine in Bangkok schlossen sich Ende vergangenen Jahres die Handschellen.

Nun wurde der Mann vom Landgericht Frankfurt nach mehrwöchigem Prozess zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Die Wirtschaftsstrafkammer sah die Rolle des Angeklagten nicht als so gravierend an, dass ein Gefängnisaufenthalt geboten wäre.

In Thailand hatte er mit zwei Mittätern gemeinsame Sache gemacht. Einer wurde bereits zu zwei Jahren und acht Monaten verurteilt, der andere starb, bevor gegen ihn vorgegangen werden konnte. „Die Mittel waren ja auch nicht sehr gefährlich“, wiegelte der Gerichtsvorsitzende in seinem Urteil ab.

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