Im nördlichen Bereich des Freibades, direkt neben den Tennisplätzen, entsteht derzeit der neue öffentliche Bolzplatz. foto: Bittner
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Im nördlichen Bereich des Freibades, direkt neben den Tennisplätzen, entsteht derzeit der neue öffentliche Bolzplatz.

Freibad Eschersheim

Im Juni können die Frankfurter hier schon kicken

  • Judith Dietermann
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Auf einer ehemaligen Liegewiese wird ein Bolzplatz für rund 360 000 Euro gebaut

Die Wiese im nördlichen Bereich des Freibades Eschersheim nahe der Nidda, auf der sich gern die Schwimmbad-Besucher in der Sonne räkelten, ist verschwunden. Bagger haben die Erde ausgehoben und diese als kleine Hügel am Rand aufgeschüttet. Dort, wo es einst grünte, befindet sich jetzt ein großes schwarzes Rechteck, umgeben von hellen Wegen.

Es ist der vom Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) bereits im Jahr 2017 beschlossene Bolzplatz, der seit wenigen Wochen nahe des Alexander-Riese-Wegs angelegt wird. Auf einer Fläche, die zum Freibad gehörte und damit in der Zuständigkeit der Bäderbetriebe lag. Diese überließen das Areal aber dem Grünflächenamt, das dort eben nun den Bolzplatz baut.

"Der Bereich wird künftig als öffentliche Grünfläche vom Niddaweg aus für alle Bürger und Bürgerinnen frei zugänglich sein", erklärt Lena Berneburg vom Grünflächenamt. Zum Freibadgelände werde die Fläche mit einem Zaun abgegrenzt, es werde von dort keinen unmittelbaren Zugang geben.

Damit ist der Vorschlag des Ortsbeirates vom Tisch, dass der Bolzplatz sowohl von den Freibadbesuchern als auch allen anderen Eschersheimern genutzt werden kann. "Um vom Freibad aus den Bolzplatz zu nutzen, muss das Bad verlassen werden", betont Lena Berneburg.

Idee aus dem Stadtteilparlament

Es war die SPD-Fraktion im Ortsbeirat, besser gesagt Donna Ochs aus Nieder-Eschbach, die sich für den Bau des Bolzplatzes eingesetzt hatte. Von ihr kam auch der Vorschlag, einen Teil des Eschersheimer Freibades dafür abzutrennen. Die Idee, dass der Bolzplatz sowohl von den Freibadbesuchern als auch außerhalb der Bad-Öffnungszeiten von allen Bürgern genutzt werden kann, war in Nieder-Eschbach als Modell bereits erfolgreich umgesetzt worden. Dass dies jetzt nicht in Eschersheim umgesetzt wird, findet Donna Ochs im Nachhinein aber sogar ideal. "Diese pragmatische Lösung hatte ich zu Beginn gar nicht für möglich gehalten. Umso mehr freue ich mich darüber und dass das Projekt nach vier Jahren Abstimmungen und Planungen endlich umgesetzt wird", sagt sie.

Rund 360 000 Euro kostet der Bau des neuen Bolzplatzes, der einen strapazierfähigen Kunststoffbelag erhält. Ergänzt wird das Angebot durch einen Basketballkorb an der Stirnseite, erklärt Lena Berneburg. So könne gleichzeitig Fußball- und Basketball gespielt werden. Die Fläche mit dem Korb werde gepflastert.

Aktuell werden die Pflasterarbeiten fertiggestellt, im Anschluss ist der Einbau von Ballfangzäunen und Einfriedungen vorgesehen. Ende der ersten Maiwoche, so lauten die aktuellen Planungen, sei der Einbau des Spielfeldbelages geplant. "Mit der anschließenden Montage von Toren, Bänken und Fahrradständern ist die Maßnahme baulich abgeschlossen. Ende Juni wird sie voraussichtlich bespielbar sein", sagt Lena Berneburg. Die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern werde erst in der nächsten Pflanzperiode, also im Herbst dieses Jahres, erfolgen.

"Die Kinder und Jugendlichen bekommen jetzt einen wunderschönen Treffpunkt an der Nidda, an dem sie ihre Freizeit ohne Einschränkungen verbringen können", freut sich Donna Ochs. Die aber noch einen kleinen nachträglichen Wunsch hat: dass ein weiterer Zugang vom Freibad-Parkplatz aus geschaffen wird, damit der Bolzplatz besser vom Wohngebiet und für die Schüler der Fried-Lübbecke-Schule zu erreichen ist. judith dietermann

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