Der 1962 im westfälischen Münster geborene Jürgen Vormann hat in seiner Heimatstadt Betriebswirtschaft studiert. 1990 heuerte er bei der damaligen Hoechst AG an. Im Zuge der Konzern-Restrukturierung war er von 1996 an als Co-Projektmanager tätig, bevor er kaufmännischer Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Celanese Chemicals Europe GmbH wurde. 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Infraserv; 2015 wurde er zum Vorsitzenden der Fachvereinigung Chemieparks des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) berufen und vertritt die Interessen von 37 Chemie-Standorten in Deutschland. Mit seiner Familie lebt er im Taunus, dessen Berge er gerne und oft mit dem Mountainbike bezwingt. Vormann mag Jazz und Neue Musik. In Höchst engagiert er sich abseits des Industrieparks als Vorsitzender der Stiftergemeinschaft Justinuskirche, Vize-Vorsitzender des Stadtteil-Image-Vereins "Pro Höchst" sowie als Schirmherr des Schlossfests. mfo/FOTOs: maik reuss
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Der 1962 im westfälischen Münster geborene Jürgen Vormann hat in seiner Heimatstadt Betriebswirtschaft studiert. 1990 heuerte er bei der damaligen Hoechst AG an. Im Zuge der Konzern-Restrukturierung war er von 1996 an als Co-Projektmanager tätig, bevor er kaufmännischer Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Celanese Chemicals Europe GmbH wurde. 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Infraserv; 2015 wurde er zum Vorsitzenden der Fachvereinigung Chemieparks des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) berufen und vertritt die Interessen von 37 Chemie-Standorten in Deutschland. Mit seiner Familie lebt er im Taunus, dessen Berge er gerne und oft mit dem Mountainbike bezwingt. Vormann mag Jazz und Neue Musik. In Höchst engagiert er sich abseits des Industrieparks als Vorsitzender der Stiftergemeinschaft Justinuskirche, Vize-Vorsitzender des Stadtteil-Image-Vereins „Pro Höchst“ sowie als Schirmherr des Schlossfests. mfo

Montagsinterview

Infraserv-Geschäftsführer über Industriepark: "Klimaschutz und Treibhausgas-Neutralität haben Priorität"

Infraserv-Geschäftsführer Jürgen Vormann spricht im Montagsinterview über Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

Herr Vormann, wie ist der Industriepark Höchst bislang durch die Corona-Krise gekommen?

Mit einem halbblauen Auge. Wir wissen ja alle, wie tiefgreifend die Auswirkungen der Corona-Pandemie seit gut eineinhalb Jahren in Deutschland gewesen sind. Wir hier im Industriepark Höchst sind auch betroffen, aber doch weniger stark als andere Branchen. Als Infraserv Höchst-Gruppe haben wir leichte Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, die wir aber gut verkraften konnten.

Woran liegt es, dass Sie die Pandemie bislang so gut überstanden haben?

Vor allem daran, dass auch unsere Standort-Kunden relativ gut durch die Corona-Krise gekommen sind. Der Industriepark Höchst weist ein sehr breites Wertschöpfungs-Portfolio auf, was für den Standort ein gewisses Maß an Stabilität gegenüber Entwicklungen einzelner Branche mit sich bringt. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir unsere Hygiene- und Abstandskonzepte sehr diszipliniert umgesetzt und auch eingehalten haben. Daher hatten wir keine großen Infektionsketten im Industriepark, und unsere Inzidenz lag immer deutlich unter der Inzidenz der Nachbargemeinden. So konnten wir die Infrastruktur aufrechterhalten, und es gab keine Beeinträchtigungen bei den Produktionsprozessen unserer Standort-Kunden.

Industriepark Höchst: Anlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik

Vor kurzem hat sich in Leverkusen ein schweres Unglück ereignet. Wie ist man im Industriepark gegen dergleichen gewappnet?

Ich kann nichts zu dem Unglück und den Ursachen sagen, da ich keine Detailinformationen hierzu habe und auch nicht für die Kollegen in Leverkusen sprechen kann und will. Bezogen auf den Industriepark Höchst kann ich feststellen, dass wir alles tun, um Risiken zu minieren und der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, den Menschen, dem Umfeld und der Umwelt gerecht zu werden. Die Anlagen im Industriepark Höchst entsprechen dem aktuellen Stand der Technik, und wir erfüllen selbstverständlich alle Vorgaben, die sehr umfassend sind. Und nicht zuletzt verfügen wir im Industriepark Höchst über eine sehr leistungsfähige Notfallorganisation.

Im Jahre 2019 endete eine ununterbrochene zehnjährige Wachstumsperiode der chemischen Industrie. Wie ist die Entwicklung seither?

Damals hatten wir einige Effekte, die wir heute schon fast wieder verdrängt haben. Ich erinnere an die tiefgreifenden Bremsspuren, die die Automobilindustrie seinerzeit weltweit zu verzeichnen hatte. Die Unsicherheit über den Technologiewandel in der Branche führte zu einer rückläufigen Nachfrage. Das hat sich auch auf die Chemie ausgewirkt. Dazu kamen die Handelsauseinandersetzungen zwischen USA und China. Auch zwischen den USA und Europa gab es in der Regierungszeit des ehemaligen US-Präsidenten eine nicht unproblematische Periode. Das hat dazu beigetragen, dass in der stark exportorientierten chemischen Industrie in Deutschland negative Effekte zu verzeichnen waren, die dann ab 2020 durch Corona verstärkt wurden.

Industriepark Höchst: Nach Umsatzverlust durch Corona wieder Profit

Und wie sieht es in diesem Jahr aus?

Wir sind auf einem guten Weg, das in den vergangenen Jahren eingebüßte Geschäftsvolumen wieder auszugleichen. Momentan sehen wir Wachstumsraten in den wesentlichen Bereichen der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Von dieser positiven Entwicklung profitiert natürlich auch der Industriepark Höchst. Als Standort und als Infraserv Höchst-Gruppe haben wir das Vorkrisen-Niveau allerdings noch nicht überall wieder erreicht.

Lassen Sie uns über aktuelle Projekte von Infraserv im Industriepark sprechen. Stichwort Wasserstofftankstelle für Züge: Die größte Wasserstoff-Zugflotte weltweit - 27 Züge - und die erste im dauerhaften Regelbetrieb soll in Zukunft auf verschiedenen Taunuslinien verkehren. Betankt werden sie im Industriepark. Wasserstoff ist als alternative Antriebsform nicht unumstritten. Warum setzen Sie so sehr darauf?

Wir beteiligen uns an dem Projekt des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, der auf nicht elektrifizierten Strecken im Rhein-Main-Gebiet Züge mit Brennstoffzellenantrieb der Firma Alstom einsetzen möchte. Aber wir handeln auch aus der Überzeugung heraus: Wenn man sich in einem Suchprozess befindet und weniger abhängig von fossilen Energieträgern sein möchte, dann ist Wasserstoff eine mögliche technische Option. Im Sinne der Technologieoffenheit muss man auf diesem Weg auch einfach mal vorangehen.

Industriepark Höchst: Wasserstoff wird in Zukunft wichtiger Energieträger

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Wasserstofftankstelle für Autos gemacht, die als eine der ersten in Deutschland seit 2006 im Süden des Industrieparks steht?

Wir konnten gemeinsam mit dem Tankstellenbetreiber Agip aufzeigen, unter welchen Bedingungen Wasserstoff für brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden kann. Der Wasserstoff fällt am Standort als Koppelprodukt der Chlorproduktion an. In dieser Form wäre er allerdings für die Betankung von Autos nicht verwertbar. Wir mussten erst technische Maßnahmen treffen, um den Wasserstoff auf eine Druckstufe von bis zu 700 bar zu verdichten. Im Rahmen des Projektes haben wir in Bezug auf die Alltagstauglichkeit der Wasserstofftechnologie für den Automobilbereich viel gelernt.

Warum war es richtig, in das Projekt zu investieren?

Es ist wichtig, mit neuen Technologien Erfahrungen zu sammeln. Wasserstoff wird, im Sinne der angestrebten Treibhausgas-Neutralität, als Energieträger sehr wichtig werden. Treibhausgasneutralen Wasserstoff können wir allerdings nur mit Strom aus regenerativen Quellen erzeugen, also aus Windkraft oder Photovoltaik, der in absehbarer Zeit nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen wird. Dazu müssen eine ganze Reihe von Voraussetzungen geschaffen werden.

Industriepark Höchst: Nachhaltigkeit ist kein Widerspruch

Was wäre die wichtigste?

Man bräuchte ausreichende Strommengen aus erneuerbaren Quellen zu wettbewerbsfähigen Preisen, die wir aber in Deutschland mit Windenergie oder Photovoltaik nicht erzeugen können.

Wie grün kann eigentlich ein Industriepark sein - ist das nicht schon ein Widerspruch in sich?

Die Frage ist, wie Sie "grün" definieren. Wenn Sie von einem vom Prinzip der Nachhaltigkeit geprägten Industriepark reden, dann ist das kein Widerspruch. In der chemischen Industrie denken wir seit jeher in Produktionsverbünden: Das Zwischenprodukt eines Produktionsschrittes ist in der Regel das Vorprodukt für den nächsten Produktionsschritt. Wir verfolgen seit vielen Jahrzehnten hocheffiziente und somit auch nachhaltige Konzepte, insbesondere bei der Energieversorgung, aber auch in anderen Bereichen. Das hat zugegebenermaßen viel mit wirtschaftlichen Überlegungen und Kostenstrukturen zu tun, führt aber letztlich auch zum schonenden Umgang mit Ressourcen und praktischem Umweltschutz.

Industriepark Höchst vermeidet CO2-Emissionen

Was tun Sie sonst noch im Sinne der Nachhaltigkeit?

Wir realisieren den Kohleausstieg im nächsten Jahr und vermeiden auf diese Weise CO2-Emissionen in einer Größenordnung von einer Million Jahrestonnen. Das wird möglich, weil Infraserv Höchst 300 Millionen Euro in neue Gasturbinenanlagen und die Modernisierung der bestehenden Gasturbinen investiert und so die Effizienz der Nutzenergieerzeugung weiter verbessert. Die ist ohnehin schon sehr hoch, denn allein durch die konsequente Kraft-Wärme-Kopplung und die Nutzung der Abwärme aus Produktions- und Verbrennungsanlagen vermeiden wir schon seit Jahren rund 500 000 Jahrestonnen CO2. Dass wir seit 15 Jahren eine der größten Biogasanlagen Deutschland betreiben und einen Teil des Energiebedarfs mit heizwertreichen Ersatzbrennstoffen decken, also weniger fossile Energieträger verbrauchen, gehört auch zu unserem Nachhaltigkeitskonzept, das wir schon vor vielen Jahren entwickelt haben. Und das alles bezieht sich nur auf Infraserv Höchst.

Wer ist denn noch aktiv?

Die Standortunternehmen entwickeln Zukunftstechnologien weiter. Das Beispiel Wasserstoff haben wir schon erwähnt; synthetische Kraftstoffe sind ein weiteres Thema. Die Chemieindustrie ist ein Treiber in Sachen Nachhaltigkeit. Ich definiere Nachhaltigkeit übrigens nicht nur über die ökologische, sondern auch über die wirtschaftliche und die soziale Komponente. Wir müssen als Industrie wettbewerbsfähig sein, sonst sind wir auch nicht nachhaltig. Und wir müssen auch soziale und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigen, also die Akzeptanz unseres nachbarschaftlichen Umfeldes und den Nutzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zukunftssichere Arbeitsplätze brauchen.

Infraserv-Geschäftsführer Jürgen Vormann beantwortet die Fragen unseres Redakteurs Michael Forst.

Industriepark Höchst: Ziel der Politik sollte Klima in Einklang mit Wirtschaftlichkeit sein

Aber grundsätzlich begreifen Sie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht als Widerspruch?

Nein, das nicht. Aber es sind unterschiedliche Aspekte, die manchmal im Widerstreit zueinander stehen. Nehmen Sie die aktuelle Diskussion über den European Green Deal oder die Klimaschutzziele der Bundesregierung. Wenn man diesen Weg beschreiten will, wird das viel Geld kosten und tiefgreifende Veränderungen nach sich ziehen - auch für die chemische Industrie in Deutschland. Wir leben aber in einem globalen Wettbewerbsumfeld mit starken internationalen Wettbewerbern. Dazu gehören die USA und China, aber auch Japan und andere aufstrebende Länder, in denen sich Chemie entwickelt.

Das heißt?

Wenn wir einen Transformationspfad beschreiten sollen, den uns die Politik vorgibt, hängt es von den konkreten Rahmenbedingungen ab, ob das im Sinne einer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit überhaupt umsetzbar ist. Wir könnten die Treibhausgasemissionen der Chemie natürlich kurzfristig deutlich reduzieren, wenn wir der chemischen Industrie in Deutschland die Existenzgrundlage entziehen, aber dann hätten wir im Sinne der wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit nichts erreicht, und die Treibhausgasemissionen würden in den Regionen der Erde entstehen, in die Produktionsanlagen und Arbeitsplätze verlagert werden. Also muss das gemeinsame Ziel von Politik und Industrie sein, einen Transformationspfad zu identifizieren, der Klimaschutzziele in Einklang bringt mit wirtschaftlichen und sozialen Notwendigkeiten in einem globalen Wettbewerb. Das Ziel, Treibhausgase zu reduzieren, ist überhaupt nicht streitig. Die chemische Industrie unterstützt seit über 30 Jahren die Ziele der verschiedenen Bundesregierungen, und wir haben seit 1990 in der chemischen Industrie in Deutschland die Treibhausgasemissionen nahezu halbiert, bei deutlich gestiegenen Produktionsmengen. Das ist ein stolzes Ergebnis.

Industriepark Höchst:Produktionsprozesse müssen umgestellt werden

Was müssten Sie tun, um bis 2050 treibhausgasneutral zu werden?

Der Verband der Chemischen Industrie hat hierzu die relevanten Zahlen, Daten und Fakten zusammengetragen: Wir müssten Produktionsprozesse tiefgreifend umstellen. Das würde nach heutigem Stand rund 45 Milliarden Euro kosten. Wir würden aber auch unsere Nutzenergie-Erzeugungskapazitäten umstellen müssen auf erneuerbare Quellen. Doch da stellt sich wieder die Frage: Wo bekommen wir Energie aus erneuerbaren Quellen in ausreichenden Mengen zu wettbewerbsfähigen Preisen her? Die chemische Industrie würde gegenüber heute eine fast zwölffache Strommenge benötigen statt knapp 50 Terawattstunden pro Jahr, also mehr als 600 Terawattstunden. Das entspricht dem aktuellen Strombedarf von ganz Deutschland. Das zeigt die Dimension der Herausforderung. Und selbst wenn wir diesen Pfad beschreiten, heißt das noch lange nicht, dass alle anderen Länder der Welt das auch tun.

Aber darf denn angesichts der Dramatik und Gefahr des Klimawandels ein Handeln aus Kostengründen unterbleiben?

Es stellt sich nicht die Frage, ob wir handeln oder nicht. Wir bekennen uns als Unternehmen und als Standort ebenso wie die Chemieindustrie in Deutschland zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung. Für uns sind Energieeffizienz und Ressourcenschonung ja auch keine neuen Themen. Aber ich appelliere an unsere Vernunft, bei allen Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen auch die Folgen für die Industrie zu bedenken und globale Zusammenhänge zu berücksichtigen. Wir erreichen nichts für das Klima, wenn nur wir in Deutschland isoliert Maßnahmen ergreifen, wir dadurch Gefahr laufen, wertvolle und nach dem aktuellen Stand der Technik klimafreundliche Wertschöpfungsprozesse an andere Regionen in der Welt zu verlieren, und auch noch billigend in Kauf nehmen, dass in Zukunft Forschung, Entwicklung und Produktion nur noch außerhalb Deutschlands stattfinden können.

Industriepark Höchst: Chemiestandorte sind transparenter als früher

Wie beurteilen Sie die neuen Klimaschutzziele der Bundesregierung, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen?

Ich halte diese Ziele für extrem ambitioniert. Unter den geschilderten Rahmenbedingungen ist es theoretisch möglich, diese Ziele zu erreichen. Unsere Verpflichtung als chemische Industrie sehe ich darin, technologische Wege aufzuzeigen, wie wir diese Herausforderung meistern können. Doch wir müssen uns dabei auch die Frage stellen, was unsere Wettbewerber in der Welt tun.

Die chemische Industrie war ja seit den 80er Jahren lange sehr schlecht gelitten im Ansehen der Bevölkerung, auch wegen zahlreicher Störfälle. Inwieweit hat sich das heute geändert?

Chemiestandorte sind heute sehr viel transparenter geworden. Wir erklären intensiver, was wir hier tun und warum wir was tun. Und wir sprechen auch über die schwierigen Themen mit denjenigen, die uns kritisch gegenüberstehen. Der Gesprächskreis der Nachbarn des Industrieparks ist eine wichtige Dialogplattform. Ich hoffe, dass wir nach der Corona-Pause im Herbst wieder eine Sitzung durchführen können. Zuletzt konnten wir leider auch keine Besucherführungen, Rundfahrten und Veranstaltungen anbieten; auch das wird hoffentlich bald wieder möglich sein. Und ich freue mich schon auf den Tag der offenen Tür, der im nächsten Jahr wieder stattfinden wird.

Industriepark Höchst: Neubau mit Brandschutzkonzept

Zu einem anderen Großprojekt: Im Süden des Industrieparks baut Infraserv ein Lager für Gefahrstoffe. 35 Millionen Euro sollen in das 240 Meter lange, 75 Meter breite und 12 Meter hohe Gebäude investiert werden. Warum ist dieses Lager so wichtig?

Ein Chemiestandort braucht ein Gefahrstofflager. Bestimmte Produkte können nur unter Einhaltung hoher brandschutztechnischer Standards gelagert werden. Zudem sind kurze Wege zwischen Produktions- und Lagerorten wichtig.

Wie ist die Sicherheit dort gewährleistet?

Wir realisieren in dem Neubau ein umfassendes Brandschutzkonzept. So werden in den einzelnen Brandabschnitten Schaumlöschanlagen eingebaut, mit denen ein Brand innerhalb kürzester Zeit gelöscht werden kann. Das Gebäude ist so konzipiert, dass flüssige Stoffe sicher aufgefangen werden und nicht in den Untergrund gelangen können. Und natürlich ist auch unsere bestens ausgestattete und speziell qualifizierte Werkfeuerwehr Teil des Sicherheitskonzeptes.

Industriepark Höchst: Langfristig Marktposition stärken

Welche Vision haben Sie für den Industriepark?

Wir wollen langfristig unsere Marktposition als einer der größten, wirtschaftlich erfolgreichsten und innovativsten Chemie- und Pharmastandorte in Deutschland und Europa behaupten und unsere Standortvorteile stärken. Ich bin davon überzeugt, dass wir im Sinne der Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit, der Standort-Infrastruktur und unserer Nachhaltigkeitskonzepte die richtigen Weichenstellungen vorgenommen haben. Wir brauchen in Deutschland eine starke, leistungsfähige Chemieindustrie, um die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft bewältigen zu können.

Letztes Jahr trat Gas aus dem Industriepark aus. Das war der Grund dafür.

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