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Von: Christine Sarac

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In den Jahren nach dem Luftschiff-Unglück hat Werner Franz vielen Journalisten immer wieder Fragen zur Katastrophe der „Hindenburg“ beantwortet.

In den Jahren nach dem Luftschiff-Unglück hat Werner Franz vielen Journalisten immer wieder Fragen zur Katastrophe der „Hindenburg“ beantwortet. Bis heute ist dieses Unglück – ähnlich wie das der Titanic 25 Jahre zuvor – in den Köpfen der Menschen präsent. Dazu beigetragen hat sicher auch die Reportage des US-Moderators Herbert Morrison, der am 6. Mai 1937 von der Landung in Lakehurst und dann dem Brand des Zeppelins berichtete – die Radiosendung ging um die Welt.

Wie es dazu kam, dass der gebürtige Frankfurter Werner Franz auf der „Hindenburg“ anheuerte, was seine Aufgaben an Bord waren und wie er nach dem Luftschiff-Unglück wieder zurück nach Deutschland kam, all das und noch mehr können Wissbegierige in dem Kindersachbuch „Mit dem Zeppelin nach New York“ nachlesen.

Doch die Erlebnisse auf der „Hindenburg“ war nur eines von vielen Kapiteln im Leben von Werner Franz. Drei Jahre nach dem Absturz wurde Werner Franz einberufen – es tobte der Zweite Weltkrieg. In dieser Zeit war er Bordfunker bei der Luftwaffe.

Werner Franz arbeitete später als technischer Beamter im Fernmeldewesen bei der Deutschen Post. Er war Zeit seines Lebens ein sportlicher Mensch. Sein großes Hobby war der Roll- und Eiskunstlauf. Bis zu seinem 80. Lebensjahr unterrichtete er als Trainer viele junge Talente, darunter auch Marika Kilius und Franz Ningel.

Als Zeitzeuge reiste er auch einige Male in die USA. Im Jahr 2004 war er Ehrengast bei der Eröffnung des Museums „Lakehurst Naval Air Station“. Am 13. August 2014 starb er im Alter von 92 Jahren. Er war das letzte noch lebende Crewmitglied. Das Kinderbuch, das seine Geschichte erzählt, hat er leider nicht mehr selbst in Händen halten können.

Das Buch „Mit dem Zeppelin nach New York“ ist im Gerstenberg Verlag erschienen. Autor ist Stephan Martin Meyer. Die Illustrationen stammen von Thorwald Spangenberg. Es hat 64 Seiten und kostet 14,95 Euro.

(csc)

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