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Artistik statt Autos auf den Champs-Élysées.

Info: Pariser erobern ihren Prachtboulevard

Mut hat Anne Higaldo, die Bürgermeisterin von Paris, bewiesen: Ihr ist es zu verdanken, dass die Champs-Élysées seit Mai 2016 jeden ersten Sonntag Fußgängern und Radfahrern gehört.

Mut hat Anne Higaldo, die Bürgermeisterin von Paris, bewiesen: Ihr ist es zu verdanken, dass die Champs-Élysées seit Mai 2016 jeden ersten Sonntag Fußgängern und Radfahrern gehört. Für Autos ist der knapp zwei Kilometer lange und 70 Meter breite Prachtboulevard dann sieben Stunden lang gesperrt. Verliebte können Hand in Hand vom Obelisken an der Place de la Concorde bis zum Arc de Triomphe flanieren, Touristen ungestört Fotos machen und Kinder mitten auf der Straße spielen. Seit dem vergangenem Jahr sind auch die „Rrive droit“, also die rechten Seine-Ufer, für den Verkehr gesperrt. Dort fuhren rund 40 000 Fahrzeuge täglich. Und an einem Tag, meist im September, wird die ganze Metropole Paris sogar komplett zur autofreien Zone erklärt.

Die Fahrverbote sollen dazu beitragen, Paris grüner und lebenswerter zu machen. Schon im Oktober 2015 waren auf Initiative von Higaldo die Champs-Élysées einen Tag lang für Autos gesperrt worden. Damit sollte ein Zeichen gegen zunehmende Luftverschmutzung durch Autoabgase gesetzt werden. Das gelang: Messungen ergaben eine im Vergleich zu herkömmlichen Sonntagen um 30 Prozent niedrigere Stickstoffkonzentration. Doch es gibt noch einige mehr Initiativen, um das Klima in der französischen Hauptstadt zu verbessern. Bis zum Jahr 2020 sollen 20 000 neue Bäume gepflanzt werden.

Außerdem ist noch geplant, rund 30 Hektar zusätzliche, öffentlich zugängliche Parks und Grünanlagen anzulegen. Dazu sollen 100 Hektar Dächer begrünt werden. bit

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