Info: Das Problem mit der Technik

Immer wieder haben die Frankfurter Politiker am Wahlsonntag auf die im Römer aufgestellten Bildschirme geblickt, um endlich die Ergebnisse für die Mainmetropole zu erfahren.

Immer wieder haben die Frankfurter Politiker am Wahlsonntag auf die im Römer aufgestellten Bildschirme geblickt, um endlich die Ergebnisse für die Mainmetropole zu erfahren. Doch es dauerte bis fast 20 Uhr, bis die ersten Resultate aus den Wahlkreisen veröffentlicht wurden. Bis Mitternacht ging es nur schleppend voran. Es dauerte ewig, bis die Ergebnisse der einzelnen Wahllokale ausgewertet waren. Erst um 1.30 Uhr lag ein vorläufiges Endergebnis für Frankfurt vor. Viel später als bei vorangegangenen Wahlen.

„Es gab Probleme bei der Übermittlung der Daten aus den Wahllokalen an den zentralen Server des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden“, erklärte der für das Wahlamt zuständige Dezernent Jan Schneider (CDU) nach einer für seine Mitarbeiter sehr langen Nacht. Dass die Daten zuerst nach Wiesbaden übermittelt werden, ist neu. Bei früheren Wahlen wurden die Ergebnisse aus den Wahllokalen in ein Frankfurter Computersystem eingespeist.

„Die Zahlen aus den Wahllokalen gingen telefonisch ans Bürgeramt, mussten dann in das Computerprogramm eingegeben werden. Doch die Übermittlung hat nicht funktioniert“, so Schneider. Normalerweise würde solch ein Vorgang zwei bis drei Minuten dauern. Am Sonntagabend dauerte er 14 Minuten. „Es gab Warteschleifen und unsere Mitarbeiter waren zum Däumchen drehen verdonnert.“ Erst gegen 21 Uhr konnte die Plattform wieder genutzt werden.

Die Probleme gab es aber nicht nur in Frankfurt, sondern in allen großen hessischen Kommunen. Auch Darmstadt, Wiesbaden und Kassel waren davon betroffen. jlo

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