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Die Fassade des Intercontinentals musste erneuert werden.

Sanierung

Das Interconti putzt sich für die Zukunft heraus

Das Intercontinental Hotel muss umgebaut werden. Die Fassade des Hotels wird bereits neu verputzt, aber wie geht es weiter?

Plötzlich musste alles ganz schnell gehen. Bei einer sogenannten Sonderbau-Kontrolle waren vor knapp zwei Jahren Mängel an der Fassade des Intercontinentals aufgefallen. Unter die Kategorie Sonderbauten fallen etwa Hotels, Krankenhäuser oder Schulen. Sie werden in regelmäßigen Abständen von der Bauaufsicht besucht. Beim Besuch des Traditionshotels waren der Behörde auch Mängel an der Fassade aufgefallen.

Die Fassade hatte sich noch im originalen Zustand von 1963 befunden. „Deshalb wurde das ja auch so genau geprüft“, erklärt Generalmanager Martin Driskell. Das Problem: Es gab die Gefahr, dass Steine aus den Wänden herausbrechen. Dieses Risiko besteht aber nicht länger. „Die Fassade ist demontiert, neu verputzt und weiß gestrichen.“

Für die baulichen Maßnahmen habe das Hotel von der Stadt eine Frist gesetzt bekommen. Probleme, diese einzuhalten, bestünden aber nicht. Die Arbeiten auf der Mainseite seien bereits abgeschlossen, jetzt folge der Rest. Die Sicherheit der Gäste sei weder durch die Mängel, noch durch die Arbeiten gefährdet gewesen. „Ich habe riesigen Respekt vor dem Bauamt. Die sind sehr aufmerksam und erkennen mögliche Gefahren weit im Voraus“, so Driskell.

Mit dem neuen Putz habe das Hotel zwar die Auflagen der Stadt bezüglich der Fassade erfüllt, ein Dauerzustand sei das aber noch nicht. „Das Gebäude kann ja nicht ewig nackt dastehen“, findet der leitende Baudirektor der zuständigen Bauaufsicht. Frank Schuppel. Das plant auch das Hotel nicht: „Langfristig würden wir gerne zu unserer Steinfassade zurückkehren“, erklärt Driskell.

Auch einige andere Änderungen würden diskutiert. So sei so gut möglich, dass das Hotel parallel zu den notwendigen Maßnahmen auch ein wenig restauriert werde. „Gerade sind zum Beispiel Balkone für einige Zimmer im Gespräch“, so der Manager. Allerdings gebe es da sehr unterschiedliche Entwürfe. „Noch wissen wir nicht, wie unser Haus einmal tatsächlich aussehen wird.“

Ob das Hotel wirklich beide Projekte gleichzeitig in Angriff nehme, stehe ebenfalls noch nicht fest. Derzeit sei das Projekt noch ausgeschrieben und die Entwürfe verschiedener Architekten noch im Rennen. Die Entscheidung der Eigentümer falle demnächst. Daran, das Hotel für Gäste zu schließen, wie einige Medien berichtet hatten, denke aber derzeit noch niemand: „Die nächsten Jahre bleibt das Hotel auf jeden Fall geöffnet“, verspricht der Sprecher. Es sei auch noch nicht entschieden, ob „für die Umbauarbeiten überhaupt geschlossen wird.“ Denn einige Entwürfe seien auch beim laufenden Betrieb umsetzbar.

Frank Schuppel ist da etwas skeptisch. „Es kommt natürlich darauf an, was das Hotel plant, aber wenn das Hotel auf seinen Rohbau zurückgesetzt werden soll, kann ich mir nicht vorstellen, dass es währenddessen geöffnet bleibt. Das ist schon aus Brandschutzgründen und wegen der Lärmbelästigung schwierig.“ Letztlich gelte: „Solange ein ausreichendes Sicherheitskonzept inklusive Rettungswegen vorliegt, spricht aus unserer Sicht nichts gegen einen Umbau im laufenden Betrieb“, so Schuppel.

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