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Das frisch vermählte Paar blickt sich im Bolongarogarten besonders tief in die Augen.

OB Peter Feldmann hat geheiratet

Der OB hat jetzt eine First Lady

Es ist der Augenblick, auf den Oberbürgermeister Peter Feldmann und seine Braut gewartet haben.

Es ist der Augenblick, auf den Oberbürgermeister Peter Feldmann und seine Braut gewartet haben. Beinahe andächtig steckt der 57-Jährige seiner Zübeyde den Ehering an. Sie schaut verzückt auf ihre Hand. Ein Moment zum Innehalten. Ein Moment, der nur dem verliebten Paar zu gehören scheint. Die Zeit steht still.

„Hat geklappt.“ Das ruft Horst Schneider, Oberbürgermeister der Nachbarkommune Offenbach, lächelnd, als er das Standesamt im Bolongaropalast verlässt. Er und seine Frau Konstanze gehören zu den 30 Gästen, die bei der standesamtlichen Hochzeit des Frankfurter Stadtoberhaupts mit der 29-Jährigen dabei sein dürfen. „Ja, absolut“, habe Feldmann auf die Frage von Standesbeamtin Andrea Hart geantwortet, ob er die anwesende Zübeyde zur Frau nehmen möchte. Ja, absolut. Für immer. Und ewig. Und schenkt sich damit selbst und der Stadt eine First Lady.

Und was für eine! Atemberaubend schön ist sie an diesem Tag. Strahlend steht sie vor der Trauung im Palastgarten, in einem schulterfreien Traum in Weiß, unter dem sich ein Babybäuchlein wölbt. Eine weiße Blume ziert das hochgesteckte Haar. Versteckter Blickfang aber sind ihre Schuhe: Peeptoes-Stiefeletten aus weißer Spitze mit aufgestickten Schmetterlingen. Frau Oberbürgermeisterin setzt modische Zeichen.

Und bleibt dennoch in manchen Dingen traditionell. Zum Beispiel in der Namenswahl. Zübeyde Feldmann heißt sie seit Samstagnachmittag. Während es für sie die erste Ehe ist, war der Oberbürgermeister bereits einmal verheiratet und bringt aus einer anderen Beziehung eine Tochter in die Ehe mit.

Zu den Gratulanten der ersten Minuten gehörten Unternehmer Claus Wisser und der Frankfurter SPD-Chef Mike Josef . Weitere Hochzeitsgäste sind Zübeydes Vater, ihre Schwester sowie Neffen und Nichten, SPD-Frankfurt-Vorstandsmitglied Figen Brandt sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel , der auch Feldmanns Trauzeuge ist. Zübeydes Trauzeugin heißt Sevgi Mala-Caliskan und ist eine ehemalige Vorgesetzte.

Andere wiederum warten dagegen stundenlang vergeblich darauf, gratulieren zu dürfen. Der Palastgarten ist abgeschlossen, Wachleute passen auf. Einen Blick auf die Brautleute werfen? Keine Chance. Ulrike Wilke hat einen kleinen Tulpenstrauß mit lachsfarbener Schleife mitgebracht. Die Höchs-

terin hofft stundenlang auf ein Wunder, hofft, dass sie Blumengruß und Glückwunschkarte überreichen darf. Vergebens. Vor der Trauung strahlend blauer Himmel, nach dem Gelöbnis triste graue Wolken. Auch Zübeyde strahlt nicht mehr. Schade. Der OB ignoriert derweil die Rufe der Pressefotografen, in ihre Richtung zu schauen, ebenso wie die Frankfurter, die zum Gratulieren gekommen sind. Auch schade. Derweil hilft er den Blumenmädchen und wirft glücklich grinsend Blütenblätter. Schweigt. Und genießt. Sein Offenbacher Amtskollege hat ja schließlich auch schon alles verraten mit seinen zwei Wörtern. Hat geklappt.

Nach Brezeln sowie Sekt in Weiß und Rosé bricht die Festgesellschaft auf in Richtung City. Dort soll in großer Gesellschaft gefeiert werden. Mit Verwandten, Freunden, politischen Weggefährten, Bekannten sowie ehemaligen Klassenkameraden. Rund 150 an der Zahl. Gefeiert wird im Restaurant Nizza am Mainufer bei Tomatensuppe, Zander mit Spinat-Grüne-Soße-Risotto, Gemüselasagne und geeistem Frankfurter Kranz – um kurz nach 23 Uhr beginnt die erste Nacht als Ehepaar.

(es,sim)

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