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In der vielbefahrenen Kurt-Schumacher Straße wird es für Radler bald sichtbar sicherer sein. Eine Radspur wie dort erhalten auch bald die verkehrsreiche Hochstraße und der Cityring.

Straßenverkehr

Jetzt erhält auch die Hochstraße eine Fahrradspur

  • Dennis Pfeiffer-Goldmann
    vonDennis Pfeiffer-Goldmann
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Die Radler-Lobby lobt Verbesserungen in der Frankfurter Innenstadt. Sie kritisiert aber auch die Verzögerungen auf dem Mainkai.

Frankfurt. Lob für die aktuellen Ausbauprojekte für den Radverkehr in der Stadt wie etwa in der Kurt-Schumacher-Straße zollt der Fahrradclub ADFC. "Richtig gut" sei es, dass die Stadt nun auch begonnen habe, eine eigene Fahrradspur in der Hochstraße zu bauen, erklärte Bertram Giebeler, der verkehrspolitische Sprecher des ADFC, in der Bürgerfragestunde des Verkehrsausschusses im Römer am Dienstagabend. "Das ist ja eine der Straßen mit Tempo 50, in der es noch gar nichts an Fahrradinfrastruktur gibt".

Von der Freßgass zum Eschenheimer Tor

Seit dieser Woche laufen auf der Hochstraße Sanierungsarbeiten. Anschließend soll eine Fahrradspur von der Freßgass bis zum Eschersheimer Tor markiert werden - sowie nach und nach auf dem gesamten City- sowie dem Anlagenring.

Mit dem Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Rad-Infrastruktur von 2019 habe die Koalition aus CDU, SPD und Grünen die Richtung der Verkehrspolitik verändert, erinnert Verkehrsausschusschef Wolfgang Siefert (Grüne). "Die ganze Stadt wird sich fahrradfreundlich verändern." Auch die jüngst vorgestellte Planung für den Umbau des Oeder Wegs (Nordend) gehöre dazu. Wichtig sei nun auch ein Ausbau des Wegs an der Weseler Werft (Ostend), betont ADFC-Vertreter Giebeler. Das dortige Kopfsteinpflaster sei zwar "wunderschön, aber dysfunktional".

Der Hafenpark an der Europäischen Zentralbank mit seinen vielen Sportangeboten sollte unbedingt gut erreichbar sein, wofür ein besserer Radweg notwendig sei. Keine Sorge bereiten Giebeler hingegen die anstehenden Bauarbeiten für den Bau von Radspuren in der Bockenheimer Landstraße (Westend). Unter anderem sind dort Befürchtungen laut geworden, dass der Autoverkehr während der Bauarbeiten in die Wohngebiete ausweichen könne. "Das wird es nicht geben", sagt Giebeler, da es in den Wohnvierteln mit ihren Einbahnstraßen kein Durchkommen gebe. Hingegen könnten Hansaallee und Reuterweg sowie die Friedrich-Ebert-Anlage den Umleitungsverkehr problemlos verkraften.

Bloß nicht erst auf einen Unfall warten

Eine wichtige Ergänzung für die Rad-Infrastruktur fehle aktuell allerdings, mahnt Wolfgang Siefert an: Es sei "nicht glücklich", dass Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) auf dem seit September wieder für den Autoverkehr geöffneten Mainkai noch immer keine Fahrradstreifen habe markieren lassen. "Es wird immer nur angekündigt, dass das gemacht wird", kritisiert Siefert die Situation auf der nördlichen Mainuferstraße in der Altstadt. "Ich weiß nicht, ob wir dort warten müssen, bis erst ein schwerer Unfall geschehen ist." Dennis Pfeiffer-goldmann

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