eter Härdtner, Erster Vorsitzender und seit 51 Jahren Mitglied der TG Sachsenhausen, in der neuen Turnhalle. Sie misst 25 mal 10 Meter und harrt jetzt nur noch der hochoffiziellen Eröffnung. FOTO: michael faust
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eter Härdtner, Erster Vorsitzender und seit 51 Jahren Mitglied der TG Sachsenhausen, in der neuen Turnhalle. Sie misst 25 mal 10 Meter und harrt jetzt nur noch der hochoffiziellen Eröffnung.

Frankfurter Vereine

Jetzt kann hier endlich der Sport einziehen

  • Stefanie Wehr
    VonStefanie Wehr
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Nach langer Vorgeschichte ist die Halle der Turngemeinschaft Sachsenhausen nun fertig

Was lange währt, wird endlich gut: Nach gut drei Jahren, in denen das Projekt über den Rohbau nicht hinauskam, ist die neue Turnhalle der TG Sachsenhausen 1904 endlich auch innen fertig ausgebaut und einzugsbereit. Rund 275 000 Euro hat das Projekt insgesamt verschlungen. "Jetzt geht es endlich los", freut sich Peter Härdtner, der Erste Vorsitzende der Turngemeinschaft. Er weist den Weg zwischen Türmen von Umzugskartons hindurch, zeigt das Büro, Umkleideräume und Toiletten und schließlich die Halle mit dem grauen, barfußfreundlichen Vinylboden. Durch die Fenstern in den Holzwänden sieht man hindurch nach draußen auf den Sportplatz Babenhäuser Landstraße den sich die TG mit dem TSV Sachsenhausen teilt.

Matten und Geräte geschleppt

In den vergangenen Tagen waren vor allem die jüngeren Mitglieder mit der Endmontage beschäftigt. Matten und Turnzubehör wurden eingelagert, eine Sprossenwand an die Wand geschraubt. Die neue Halle steht künftig Gymnastik- und Fitnessgruppen, dem Mutter-Kind-Turnen, Yoga-Gruppen und den Senioren-Turnern zur Verfügung, außerdem soll sie vermietet werden.

Die Vorgeschichte der Halle zog sich über Jahre. In der Coronapause machte der Verein Nägel mit Köpfen, um den Bau fertigzustellen, und nahm ein Darlehen von 120 000 Euro bei der Sparkasse auf. Jahrelang hatten die Verantwortlichen versucht, Gelder aufzutreiben, etwa bei der Stadt. Zudem mussten etliche Bau-Probleme gelöst und Rechtliches geregelt werden.

Die 25 mal 10 Meter große Halle steht auf einen Erbpacht-Grundstück, das dem Verein gehört. Über den Grünstreifen auf dem nördlichen Teil des städtischen Sportgeländes Babenhäuser Landstraße kann die TSG selbst entscheiden. Doch es fehlte die Genehmigung für einen Neubau. Weil das Gelände im Frankfurter Grüngürtel liegt. Zuvor stand hier ein altes Schützenhaus. Statt Neubau sollte das Gebäude saniert werden, so wollte es die Stadt. Doch dann stellte sich heraus, dass es baufällig war. Es musste schließlich abgerissen werden. Der Neubau wurde genehmigt, 2018 stand die Halle - doch über den Rohbau ging es wegen fehlender Gelder nicht hinaus. Erst Ende 2020 wurden die fehlenden Gewerke in Auftrag gegeben.

Zuletzt ging es darum, die Sache mit dem Abwasser zu regeln. Lange wurde über eine Leitung hin zur Straße verhandelt, doch schließlich ließ die Stadtentwässerung zu, dass der Verein einen Abwassertank installiert. "Der einfacher zu bauen ist als eine hundert Meter lange Leitung", sagt Härdtner. Was jetzt noch fehlt, ist die Beleuchtung des Wegs vom Eingang bis zur Turnhalle. "Gerade im Winter ist das wichtig fürs Sicherheitsgefühl", so der Vorsitzende. Wegen Auflagen muss noch eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Auf dem Rasen vor der Halle ist eine Speerwurf-Anlauframpe - für Amateursportler - gebaut worden, eine Boule-Bahn soll folgen.

Theke strahlt in neuem Glanz

Und auch das Vereinsheim im Container schräg gegenüber der Halle ist vollkommen überholt worden. Neuer Boden, neue Küche, die Theke erstrahlt in neuem Glanz. Das verdankt der Verein der tatkräftigen Hilfe von James Theophilos, langjähriges Mitglied und Mann für alles, der sich ums Vereinshaus kümmert.

Die TG Sachsenhausen hat 1041 Mitglieder und ist Frankfurts größter Handball-Anbieter südlich des Mains. Zudem gibt es eine große Turn-Abteilung, Leichtathletik und Fußball. Dazu kommen Angebote von Capoeira über Tischtennis bis hin zu Kinderschwimmen. Stefanie Wehr

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