Gegen Plastikmüll

Jetzt kommt der Strohhalm aus Bambus nach Frankfurt

Mit Trinkhalmen aus Bambus wollen Gastwirte in Frankfurt ein Zeichen setzen gegen Plastikmüll.

Die EU-Kommission will Strohhalme und weitere Plastikprodukte verbieten. Auch die Mitgliedsbetriebe der Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF) wollen schrittweise Plastikartikel in ihren Restaurants und Lokalen abschaffen. Als Alternative zu den herkömmlichen Strohhalmen testen sie derzeit unter anderem Trinkhalme aus Bambus.

Ins Spiel gebracht hat diese Bambusstrohhalme Hung Quach, Inhaber des vietnamesischen Restaurants Vipho im Oeder Weg. Er ist bei einem Vietnam-Aufenthalt auf die Plastikalternative gestoßen und hat 1000 Stück der umweltfreundlichen Trinkhalme mitgebracht. Diese sind zu 100-Prozent organisch und wegen ihrer Stabilität wiederverwendbar. „Unsere Mitgliedsbetriebe wollen in Sachen Plastik umdenken“, sagt Madjid Djamegari, Vorstandsvorsitzender der IGF. „Die Idee von Hung ist hervorragend, und ich hoffe sehr, dass sich die Trinkhalme aus Bambus im Gebrauch bewähren. Es ist wichtig, dass unsere Branche ein ökologisches Bewusstsein hat und Alternativen zum Plastik sucht und ausprobiert. In naher Zukunft werden sicherlich viele Innovationen auf den Markt kommen.“

Bisher testen 17 IGF-Mitgliedsbetriebe zwei Monate lang die Bambustrinkhalme aus Vietnam, weitere werden sich in den nächsten Wochen anschließen. Neben dem Vipho sind es das VaiVai im Westend, das Bangkok Restaurant im Nordend, die Restaurants von Sam Kamran – die sieben Fletcher’s Burger-Ketten, Café Hauptwache und Mantis Roofgarden –, das Blaue Wasser, die Restaurants von IGF-Vorstand James Ardinast – Maxie Eisen, Stanley Diamond, Chez IMA – sowie das Restaurant Backschaft in Offenbach. Dessen Geschäftsführer Gunnar Ohlenschläger erklärt: „Wir werden generell kein Plastik mehr anschaffen und schauen uns intensiv nach Alternativen um. Selbstverständlich werde ich daher den Bambus im Alltagsbetrieb testen.“

Die EU-Kommission hat festgestellt, dass der jährliche Strohhalmverbrauch eines EU-Bürgers bei 71 Stück liegt und sich insgesamt zu einem Milliardenberg summiert. Auch Plastikteller und Plastikbesteck gehören zu den zehn Artikeln, die zu 70 Prozent als Müll am Strand gefunden werden.

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