Eine große Ehre war es 2012 für den Griesheimer Heinz Dörr, seine Werke im Ikonen-Museum im Deutschordenshaus in Sachsenhausen ausstellen zu dürfen. Kuratorin war damals Dr. Snejanka Bauer. Foto: Rainer rüffer
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Eine große Ehre war es 2012 für den Griesheimer Heinz Dörr, seine Werke im Ikonen-Museum im Deutschordenshaus in Sachsenhausen ausstellen zu dürfen. Kuratorin war damals Dr. Snejanka Bauer.

Griesheim: Kunst aus Frankfurt

Jubiläums-Ausstellung des Ikonenmalers

  • Holger Vonhof
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Gemeinde ehrt ungewöhnlichen Künstler mit einer Schau seiner Werke

Heinz Dörr hat seine Werke schon in der Griechisch-orthodoxen Kirche und im Ikonen-Museum in Frankfurt ausgestellt, im Bürgerinstitut im Westend und an mehreren Orten in seinem Heimatstadtteil Griesheim. Er hat seine Bilder auf Kreuzfahrtschiffen gezeigt und an anderen Orten. In den vergangenen Jahren hat er sich bei Ausstellungen meist auf den Frankfurter Westen beschränkt. Trotzdem war er etwas geknickt, als sein 90. Geburtstag Anfang des Jahres, bedingt durch Corona, etwas untergegangen war. Dem wird nun abgeholfen: Gerd Pfahl, als Gemeindepädagoge zuständig für Erwachsenen- und Seniorenbildung in den evangelischen Gemeinden Nied, Griesheim und Niederrad, eröffnet am Sonntag, 20. Juni, in der jüngst umgestalteten Griesheimer Segenskirche und im neuen Gemeindehaus an der Alten Falterstraße 6 eine Jubiläumsausstellung mit Werken Heinz Dörrs, der Mitglied dieser Gemeinde ist.

Gelernter Malermeister

Dörr war 45 Jahre lang handwerklicher Malermeister; das Künstlerische schlummerte aber schon immer in ihm. Der 1931 Geborene entdeckte bereits als Kind sein Interesse am Zeichnen und Malen. Doch dafür war in der Nachkriegszeit kein Platz: Sein Wunsch, Technischer Zeichner zu werden, erfüllte sich nicht; stattdessen kam er nach der Schule erst in einer Schuhfabrik unter und kam dann über Umwege in einen Malerbetrieb, wo er eine Lehre machte. Später erwarb er den Meisterbrief.

Sein künstlerisches Interesse galt zunächst der Öl- und Aquarell-Malerei. Später, in den 70ern, entdeckte er die Ikonen-Malerei für sich. Die Leuchtkraft dieser religiösen Kunstwerke faszinierte ihn. Er malte in der Tradition der alten Ikonen-Meister, was ihm die hohe Ehrung zuteil werden ließ, im Ikonen-Museum ausstellen zu dürfen. In jüngerer Zeit hat sich Heinz Dörr wieder verstärkt der Öl- und Aquarell-Malerei zugewandt; seine Motive findet er hauptsächlich in Griesheim und in der Höchster Altstadt.

Die Jubiläumsausstellung in den Räumen der Evangelischen Gemeinde Griesheim soll vom 20. bis 30. Juni zu sehen sein. Präsentiert wird ein Querschnitt seiner Werke, bestehend aus Ikonen sowie Aquarell- und Ölmalerei mit lokalen, aber auch abstrakten Motiven.

Am Sonntag, 20. Juni, wird es zur Eröffnung um 9.30 Uhr einen besonderen Gottesdienst geben. Zu besichtigen sind die Bilder danach montags von 10 bis 13 Uhr, dienstags und mittwochs von 17 bis 20 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 Uhr und freitags von 13 bis 15 Uhr. Fürs Wochenende können individuelle Termine vereinbart werden. Zum Abschluss soll es am 30. Juni von 17 bis 20 Uhr eine Finissage geben.

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos; es besteht allerdings Maskenpflicht. Interessierten wird wegen der sich derzeit verändernden Corona-Einschränkungen empfohlen, sich mindestens einen Tag vor ihrem geplanten Besuch unter Telefon (0 69) 67 25 30 oder per E-Mail an die Adresse 55plus@gmx.net bei Gerd Pfahl anzumelden.

Dort können auch Sonderöffnungen für kleine Gruppen vereinbart werden. Die Interessierten bekommen schnellstens eine Terminbestätigung, mit der sie dann eingelassen werden. Die Schau mit Werken Heinz Dörrs soll der Anfang eines Ausstellungszyklus' sein. Holger Vonhof

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