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Jule Gölsdorf und Tim Boltz präsentieren ihr gemeinsames Buch ?Harn aber herzlich?. Doch die Moderatorin schreibt auch Kriminalromane.

TV-Moderatorin schreibt Bücher

Jule hat viele „Mordsideen“

In spätestens 15 Jahren will ich in Frankreich an der Côte d’Azur leben und nur noch Bücher schreiben“, sagt TV-Moderatorin Jule Gölsdorf („Hallo

In spätestens 15 Jahren will ich in Frankreich an der Côte d’Azur leben und nur noch Bücher schreiben“, sagt TV-Moderatorin Jule Gölsdorf („Hallo Hessen“) mit Blick auf ihren 40. Geburtstag, den sie am Dienstag feiert. Die Chancen stehen gut, dass dieser Traum wahr wird, denn schon jetzt sind ihre Krimis und Sachbücher gefragt. Zuletzt schrieb sie über ein „dringendes Bedürfnis“. Zusammen mit dem Frankfurter Literatur-Comedian Tim Boltz („Weichei“) widmete sie sich dem Thema Urin, das Werk titelt „Harn aber herzlich“.

Seit einigen Monaten ist der 300-Seiter auf dem Markt, inzwischen liegt die zweite Auflage vor, und noch immer muss sich Gölsdorf erklären: „Nein, ich trinke keinen Urin. Viele Leute sind zunächst über die Thematik erschrocken, denken an den alten Urin-Bestseller von Carmen Thomas“. Allerlei Wissenswertes haben die Autoren zusammengetragen. Wer weiß denn schon, dass man mit Urin Strom erzeugen kann? „Tim Boltz hat im Selbstversuch einen Tag lang Windeln getragen, was ihm schwer fiel. Wir sind ja konditioniert, eben nicht mehr in die Windeln zu machen“, erzählt Gölsdorf.

Aber sie schrieb auch einen Kriminalroman, den sie im mondänen Monaco verortete – derzeit arbeitet sie an der Fortsetzung, die zur Buchmesse im Herbst erscheinen wird. Diesmal ermittelt die attraktive Kommissarin Coco Dupont in Zirkuskreisen. „In einigen Tagen reise ich wieder zur Recherche in das Fürstentum, ich will beim berühmten Zirkusfestival dabei sein. Im Buch werden Artisten sterben“, kündigt Gölsdorf an. Auch der Tierschutz werde eine Rolle spielen. Sie hat sogar mit Schirmherrin des Festivals, Prinzessin Stéphanie von Monaco , über die Mordsidee gesprochen. Die Adelige sei skeptisch geblieben, verrät Gölsdorf. „Sie meinte, der Zirkus sei eine große Familie und stehe mehr für Freundschaft. Aber ich sage, Mord kommt schließlich in den besten Familien vor.“

Und noch eine blutige Geschichte liegt auf dem Tisch der Frankfurterin: Der Fall der 1957 ermordeten Edel-Prostituierten Rosemarie Nitribitt . „Ihr Fall interessiert mich sehr. Das Buch erzählt in 20 Kurzgeschichten ungeklärte, echte Mordfälle, die hier literarisch von verschiedenen Krimiautoren gelöst werden.“ Vielleicht erfährt der Leser dann, welche Rolle „Joe“, der weiße Pudel der Getöteten, in fiktiver Wahrheit gespielt hat.

„Mord“ ist für sie kein Hobby mehr, sie will vom Schreiben leben. „Ich muss nicht ewig moderieren“, sagt sie entschlossen. Ihren Geburtstag feiert sie mit vielen Freunden beim Lieblingsitaliener, „keine Party, nur gutes Essen und Wein.“ Das passt, denn auch das neue Lebensjahrzehnt sieht die Journalistin ganz entspannt: „Mit der Zahl 30 hatte ich mehr Schwierigkeiten“.

(fai)

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