S & K-Prozess geht weiter schleppend voran

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Der „Flurfunk“ in den Justizgebäuden hat dieser Tage vermeldet, dass sich die Einlassung des früheren S & K-Mitinhabers Jonas Köller vor der Wirtschaftsstrafkammer nach mehreren Monaten dem Ende zuneigen könnte.

Der „Flurfunk“ in den Justizgebäuden hat dieser Tage vermeldet, dass sich die Einlassung des früheren S & K-Mitinhabers Jonas Köller vor der Wirtschaftsstrafkammer nach mehreren Monaten dem Ende zuneigen könnte. Doch zumindest gestern hatte Köller vor dem Landgericht wieder das Wort und versuchte wie in vielen Verhandlungstagen zuvor, Richter und Staatsanwälte von der Nachhaltigkeit der Immobiliengeschäfte seiner Firma zu überzeugen.

Beispiel Köln: Dort wurde ein millionenschweres Mietobjekt erworben mit bis zu 993 000 Euro Mieteinnahmen im Jahr. Zusammengerechnet mit den Hypothekenzinsen für den nötigen Kredit sei eine satte Rendite von mehr als elf Prozent herausgekommen. „Eines der besten Geschäfte der Gesellschaft überhaupt.“ Von manipulierten Zahlen und vorsätzlichen Betrugsabsichten zulasten der Geldanleger könne gar keine Rede sein. Oder beim Kauf einer 26,3 Millionen teuren Immobilienanlage in Lübeck.

Dass dieser Vorgang überhaupt zum Gegenstand der Anklage wurde, lag wohl nur an der juristischen Unkenntnis eines Polizeibeamten: „Er wusste ja noch nicht einmal, dass zum Übergang von Nutzen und Lasten eines Grundstücks auf den Erwerber bereits die Zahlung des Kaufpreises genügt.“ Interessiert hoben alle Juristen im Saal die Köpfe. Man fühlte sich wieder an längst vergangene Zeiten beim Tutor im Juristischen Seminar erinnert.

(ge)

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