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Der eine hält, der andere drückt: Neu-Isenburgs Aljoscha Atzberger (links) im Zweikampf mit dem Ginsheimer Jörg Finger.

Fußball-Verbandsliga Süd

Kalbacher Erfolg mit Folgen

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Mit einem „Last-Minute-Treffer“ hat die Spvgg. Neu-Isenburg eine Niederlage im Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga Süd gerade noch abgewendet (siehe Extra).

Der FC Kalbach kletterte mit dem 2:0 bei Türk Gücü Friedberg weiter nach oben, Türk Gücüs Trainer Abdessamad Fachat kostete die Niederlage den Job.

Türk Gücü Friedberg – FC Kalbach 0:2 (0:0). – Kalbach ist offenbar auf einem guten Weg, machte jedenfalls mit dem dritten Sieg in Serie einen großen Sprung nach vorne. Das Team von Trainer Salvatore Cirrincione trat in Ober-Rosbach mit breiter Brust an und konnte mehr Akzente setzen als die Gastgeber. Kadir Fil scheiterte früh mit einem guten Distanzschuss an Türk-Gücü-Keeper Kamber Koc (11.) und hatte bei einem Kopfball von Florian Kister die größte Chance des ersten Abschnitts – der Ball ging knapp am Tor vorbei (43.). In der Nachspielzeit hielt Daniel Soldevilla für Kalbach das „zu Null“ fest, als er gegen Masse Bell Bell die erste ernsthafte Gelegenheit der Friedberger entschärfte. Nach der Pause wurde Türk Gücü munterer, Kalbach blieb aber gefährlich. Und dann fälschte Younes Idrissi einen Schuss von Kister zur Gästeführung ins eigene Tor ab (72.). Anschließend sah Türk Gücüs Emre Kadimli „Gelb-Rot“ (73.). Trotzdem warf Friedberg natürlich noch einmal alles nach vorne und Kalbach kam fast zwangsläufig zu Konterchancen. Eine davon nutzte Christopher Stein zum 2:0 (89.). Cirrincione verteilte nach ein Pauschallob an seine Mannschaft: „Der Wille war da, die Körpersprache, der Einsatz und die Lust, den einen entscheidenden Meter mehr zu machen.“ Negativ war aus Kalbacher Sicht nur die erneute Muskelverletzung bei Kister.

Türk Gücü trennte sich nach der Partie von Trainer Abdessamad Fachat. Der neben Sinan Karanfil für die sportlichen Belange zuständige Gökhan Satir sagte: „Aufgrund des Ergebnisses gegen Kalbach und weil von Platz vier an alle gegen den Abstiegs spielen, haben wir uns Gedanken gemacht.“ Als neuer Trainer soll schon heute Mustafa Fil die Arbeit aufnehmen, der letzte Saison mit dem jetzigen Ligarivalen Spvgg. Oberrad aus der Hessenliga abgestiegen war. Er soll Türk Gücü in der Winterpause für den Abstiegskampf fit machen.

SG Bruchköbel – FV Bad Vilbel 1:3 (0:0). – Beide Teams stellten die Zuschauer vor eine Geduldsprobe. Viel ging zumindest in der ersten Halbzeit nicht vor beiden Toren. Nach Wiederbeginn hatte Bad Vilbel durch Alexander Bauscher und Filip Osman die ersten Chancen, in Führung gingen aber die Gastgeber durch Felix Rohner (65.). Lange währte die Freude bei Bruchköbel aber nicht. Bauscher traf zum 1:1 (69.) und legte auch den Führungstreffer durch Osman auf (80.). Als sich die Nachspielzeit dem Ende entgegen neigte, machte Bauscher den Deckel drauf (90.+2).

Spvgg. Oberrad – FC Bensheim 4:2 (4:1). – Die sonst so gut sortierten Bensheimer wurden zu Beginn förmlich überrollt. Spielertrainer Baldo Di Gregorio brachte Oberrad per Kopf in Führung (11.) und auch der schnelle Ausgleich durch Fabio Hechler (14.) gab den Gästen keine Stabilität. Fnan Tewelde sorgte per Foulelfmeter nach einem Vergehen an seinem Trainer für das 2:1 (17.), Di Gregorio erzielte das 3:1 dann wieder selbst (19.). Daniel Piller lenkte den Ball dann sogar noch zum 4:1 für Oberrad ins eigene Tor (43.). Für Bensheim reichte es später nur noch zum 2:4 durch Niklas Wiesener (64.). „Mit den drei Punkten bin ich natürlich glücklich, mit unserer Spielweise diesmal nicht so ganz“, sagte Di Gregorio, der offen zugab: „Mit etwas Glück kann Bensheim auch 6:4 gewinnen.“ Allzu oft habe sich seine Mannschaft nämlich mit unnötigen Ballverlusten selbst in Bedrängnis gebracht. „Und die Konter, die wir nicht richtig ausgespielt haben, waren auch keine Glanzpunkte“, meinte der Coach.

(rst)

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