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Mit Narrenkapp’ und Diadem: Selina I. und Pascal I., inmitten von Ehrenmajoren sowie Prinzen- und Prinzessgarde der Heddemer Käwwern, begrüßen als Prinzenpaar ihr Volk im Nordwestzentrum.

Fastnacht

Narrenzeit: Kampagnen-Auftakt mit Prinzenpaar im Nordwestzentrum

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Am Sonntag wurde im Frankfurter Nordwestzentrum die Narrenzeit eingeläutet. Als Ihre Lieblichkeit Selina I. und Ihro Tollität Pascal I. die Rolltreppe hinunterkommen, herrscht ) bereits ausgelassene Stimmung.

Als Ihre Lieblichkeit Selina I. und Ihro Tollität Pascal I. die Rolltreppe hinunterkommen, herrscht im Nordwestzentrum (NWZ) bereits ausgelassene Stimmung. Die Fläche vor der Showbühne ist voll, auch auf der Galerie beobachten Hunderte von Frankfurtern das Spektakel, das es nur einmal im Jahr gibt. Gleich wird es vorgestellt, das Frankfurter Prinzenpaar, im bürgerlichen Leben bekannt als Selina Landwehr (28) und Pascal Wunderlich (27). Er arbeitet bei der Frankfurter Service- und Entsorgungs GmbH (FES), sie bei der FFR, einem Tochterunternehmen der FES, die der Hauptsponsor der Kampagne 2018/19 ist. Eine Entscheidung, die bereits im Frühjahr fiel und den Großen Rat der Frankfurter Karnevalvereine vor der langen Suche nach einem Prinzlichen Haus bewahrte.

„Wir wollen der diesjährigen Kampagne unseren Stempel der Nachhaltigkeit aufdrücken“, sagte FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler, zugleich Ehrensenator des Großen Rats. Beim größten Entsorger Hessens gehöre Nachhaltigkeit zum Geschäftsprinzip. Die FES verwerte und recycele, was andere wegwerfen. Die Aufklärung der Öffentlichkeit über einen bewussten Umgang mit Ressourcen sei eine gesetzlich geregelte Aufgabe, die die Stadt an die FES delegiert habe. Dem kommt die GmbH unter anderem nach, in dem sie seit 20 Jahren (1998 war sie erstmals Prinzliches Haus) mit eigenen Wagen bei den Umzügen in der Innenstadt und in Klaa Paris dabei ist. Und dabei macht sie jedes Jahr auf ein neues Müll-Thema aufmerksam. „So erreichen wir auch Menschen, die sich sonst nicht mit dem Thema befassen“, sagte Scheffler. Etwa 60 000 Euro steckt die FES ins Fastnachtssponsoring.

Für Umweltschutz, Recycling und Nachhaltigkeit zu werben – das ist auch Aufgabe von Selina I. und Pascal I, die bis zur Enthronisation am Fastnachtsdienstag gut 160 Veranstaltungen besucht haben werden. „2017 wurden zwei Tonnen Altkleider gesammelt, das sind 2,7 Kilo pro Frankfurter“, sagte Scheffler. Das klinge viel. Ist es aber nicht. „Um ein Ausrufezeichen für bewussten Konsum zu setzen, hat die FES für das Prinzenpaar verschiedene Gewänder aus Recyclingmaterialien fertigen lassen“, sagte Scheffler (wir berichteten). Ein Novum. Neu ist auch, dass die Tollitäten Spiele der Lions und der Skyliners besuchen, um auch Menschen zu erreichen, die mit der Fastnacht „nichts am Hut haben“.

„Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehen jeden etwas an. Und wenn das Prinzenpaar dazu beiträgt, dass sich die Leute Gedanken machen, kann das nur gut sein“, betonte Axel Heilmann, Präsident des Großen Rats, der sich freute, den Saisonauftakt wieder in der „Gudd Stubb der Fastnachter“ feiern zu können. Wegen Umbauarbeiten im Nordwestzentrum mussten die Narren im vergangenen Jahr an die Hauptwache ausweichen. Kein guter Plan. Es regnete in Strömen, es war kalt und ungemütlich. „Ich bin ein recht leidenschaftlicher Fastnachter“, sagte NWZ-Chef Georg Lackner, was erklärt, dass das Einkaufszentrum schon vier Mal Prinzliches Haus war. Vor allem gehört sein Respekt der „offenen und fröhlichen Sozialarbeit“, die die Vereine das ganze Jahr über leisten. Im Großen Rat sind 60 Fastnachtsvereine zusammengeschlossen, etwa 4000 Mitglieder haben sie insgesamt.

Termine und Veranstaltungen Nähere Informationen im Internet unter https://www.grosser-rat.de .

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