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Kandidaten für Landtag sind fix

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Boris Rhein (CDU)
Boris Rhein (CDU) © Michael Schick

Ministerpräsident Boris Rhein tritt wieder im Wahlkreis 39 an

Frankfurt -Die Wahl zum 21. Hessischen Landtag am 8. Oktober wirft ihre Schatten voraus, und die Stadt bringt sich in Position, um mit aller Kraft eine fehlerfreie Wahl zu realisieren. Neuerungen gibt es in Frankfurt schon bei der Einteilung der sechs Wahlkreise mit den Bezeichnungen 34 bis 39. Um ein zuvor bestehendes Ungleichgewicht bei der Bevölkerungszahl in den einzelnen Wahlkreisen auszugleichen, habe der Landtag beschlossen, das Gutleutviertel vom Wahlkreis 36 in den 34er zu verschieben, berichtet Kreiswahlleiter Gerhard Budde. Ebenso gehört nun Eckenheim nicht mehr zum Wahlkreis 39, sondern zum 36er.

Bemerken dürften das die Wahlberechtigten an den andersfarbigen Stimmzetteln oder an den anderen Namen auf dem Stimmzettel. Denn die Eckenheimer können nun nicht mehr Ministerpräsident Boris Rhein direkt wählen. Der Christdemokrat tritt erneut im Wahlkreis 39 an, den er 2018 auch gewann. Ob die Konkurrenz ihm diesmal gefährlich werden kann, bleibt abzuwarten. Die wirklich namhaften Politiker anderer Parteien tummeln sich lieber in anderen Wahlkreisen.

Im Wahlkreis 34 - Frankfurt am Main I (Höchst, Unterliederbach, Sindlingen, Zeilsheim, Sossenheim, Nied, Griesheim und ein Teil Schwanheims) tritt Uwe Serke, Mandatsinhaber aus Sossenheim, nicht nur gegen den in seiner Landtagskarriere dritten Herausforderer von der SPD, Lino Leudesdorff, an, sondern auch gegen Martina Feldmayer, seit 2014 stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag und spezialisiert auf Umwelt- und Klimapolitik. Weitere Mitbewerber im 34er sind Markus Fuchs (AfD), Dr. Silke Wedekind (FDP), Linken-Kreischef Axel Gerntke und Doris Kuhn (Freie Wähler).

Der Rest Schwanheims sowie Goldstein gehört bei Landtagswahlen zum Wahlkreis 37 (Frankfurt am Main IV); mit dabei sind außerdem Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen und der Flughafen. Dort stehen Michael Boddenberg (CDU), Mirjam Schmidt (Grüne), Katharina Stier (SPD), Willy Klinger (AfD), Yanki Pürsün (FDP), Daniela Mehler-Würzbach (Linke), Theodor Hahn (Freie Wähler) und Che Chukwumerije (Volt) auf dem Stimmzettel.

Im Wahlkreis 36 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Dornbusch, Eschersheim, Gallus, Ginnheim, Gutleutviertel, Innenstadt und Westend) definitiv nicht dabei ist nun doch die „Klimaliste Deutschland“: Der Landeswahlausschuss bestätigte am Donnerstag die Ablehnung des Kreiswahlausschusses. Die Partei hatte nicht die erforderlichen 50 Unterschriften zusammenbekommen. Diese müssen von Menschen kommen, die auch im Wahlkreis 36 wahlberechtigt sind - daran hatte es gehapert.

Damit gibt es in Frankfurt zur Landtagswahl 56 Direktkandidaten (aufgeteilt auf die sechs Wahlkreise) und 22 Parteien oder Wählerlisten für die Zweitstimme. Am Wahlsonntag hat man wie üblich eine Stimme für die Kandidaten und eine für die Parteien. Ein Stimmzettel werde übrigens nicht ungültig, wenn man nur eine Stimme abgebe, erläutert Kreiswahlleiter Budde.

Wie viele Frankfurter am 8. Oktober zur Wahl gehen, kann niemand vorhersehen. Wahlberechtigt sind laut vorläufigen Schätzungen 426 000. Eine genaue Zahl gebe es erst ab dem 27. August, sagt Köster. Doch auch danach werde das Wählerverzeichnis noch dynamisch angepasst. Vom 30. August an gehen die Wahlbenachrichtigungen sukzessive auf den Postweg. Es kann aber ein paar Tage dauern, bis jede Bürgerin und jeder Bürger die Mitteilung im Briefkasten hat. Wer bis zum 17. September keine Benachrichtigung hat, sollte sich schnellstmöglich beim Wahlamt melden.

Wahlberechtigte, die schon vor dem Wahltag ihre Kreuze auf dem 82 Zentimeter langen Wahlzettel machen wollen, können die Briefwahl beantragen. Online ist dies ab dem 21. August möglich - dann wird die Internetseite aktiviert. Köster bittet darum, die Briefwahlunterlagen rechtzeitig zu beantragen. Der Geschäftsstellenleiter geht davon aus, dass bis zu 50 Prozent per Briefwahl abstimmen. So war es in etwa auch bei der Oberbürgermeisterwahl.

„Wir sind guter Dinge“, sagt Wahlchef Köster. Trotz „Mammutaufgabe“. Pannen wie bei der Wahl in Berlin soll es nicht geben. Die Zuversicht in die eigene Kraft ist da.

STEVEN MICKSCH, Holger Vonhof

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