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Mehr als 100 Drohnen stehen für ihren Einsatz am Samstagabend bereit.

Großes Fest

Das kann man alles bei der Eröffnung der neuen Altstadt erleben

Vor knapp fünf Monaten fielen bereits die Bauzäune, an diesem Freitag wird nun die „neue“ Frankfurter Altstadt mit einem großen Fest offiziell eröffnet.

Vor knapp fünf Monaten fielen bereits die Bauzäune, an diesem Freitag wird nun die „neue“ Frankfurter Altstadt mit einem großen Fest offiziell eröffnet. Zuerst wird Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) auf dem „historischen Krönungsweg“ zwischen Dom und Römer ein Band durchschneiden. Anschließend findet in der Paulskirche ein Festakt zu dem umstrittenen Projekt statt.

Im Zentrum der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Altstadt waren im Kaiserdom jahrhundertelang die deutschen Könige gewählt und gekrönt worden. Frankfurt hat in den vergangenen sechs Jahren für rund 200 Millionen Euro zwischen Dom und Römer (Rathaus) einen kleinen Teil der Altstadt wiederaufbauen lassen. Dafür wurde das aus dem Jahr 1972 stammende Technische Rathaus abgerissen.

Zum Eröffnungsfest werden mehrere hunderttausend Menschen erwartet. Das Programm ist vielfältig. Es reicht von Theateraufführungen in den Gassen bis zu zahlreichen Konzerten unter anderem mit der hr-Bigband und der hessischen Kultband Rodgau Monotones.

Eine multimediale Drohnen-Show soll der Höhepunkt des dreitägigen Altstadtfests werden, mit dem die Stadt am letzten Septemberwochenende die Fertigstellung der neuen Altstadt zelebriert. 110 sogenannte Quadrocopter werden am Samstag zwischen Eisernem Steg und Untermainbrücke bis zu 120 Meter über dem Main schweben und dabei Sternenbilder in den Abendhimmel zeichnen, die Goethe, eine Krone, eine Waage oder auch eine Raute zeigen.

48 extra starke

Großscheinwerfer

beleuchten die Szenerie. Eine eigens für diesen Anlass komponierte elektronische Musik, die mit Elementen des einst in Frankfurt wirkenden Barockmusikers Georg Philipp Telemann spielt, erklingt. Sprachpassagen mit Goethe-Zitaten, aber auch Texte über den Apfelwein und Eintracht Frankfurt, sollen zu hören sein.

Die knapp zwanzigminütige Show sei „fast ein Hörspiel mit Bildern“, sagt Stefan Weil, Geschäftsführer des für ihre Gestaltung verantwortlichen Frankfurter Kreativstudios Atelier Markgraph, bei der Präsentation. Das Unternehmen mit Sitz im Gallus hat bereits mehrere große Lichtshows in Frankfurt inszeniert, etwa die zur Fußball-WM im Jahr 2006.

Drohnen-Shows habe es bereits andernorts gegeben, sagte Weil. Etwa beim Auftritt von Lady Gaga in der Pause des Superbowls. In dieser Form und Größe sei die Inszenierung aber die erste weltweit. Die Show werde eine Hommage an Frankfurt sein. Sie zeige das Kaleidoskop von Gegensätzen, das charakteristisch für die Stadt sei, das Nebeneinander etwa von Altstadthäusern und Wolkenkratzern.

Die Vorgabe sei gewesen, etwas Einzigartiges, Spektakuläres, aber auch Finanzierbares und für viele Zuschauer Sichtbares zu präsentieren, sagt Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress-Gesellschaft (TCF). Die neue Altstadt selbst wäre zu eng für eine große Show gewesen. Für die Drohnen-Show selbst sei aber auch aus Sicherheitsgründen nur der Himmel über dem Main in Frage gekommen. Trotzdem habe man alles mit Flugsicherung, Polizei, Feuerwehr, Schifffahrtsamt und anderen Behörden abstimmen müssen.

Von den 1,5 Millionen Euro, die die Stadt der TCF für das Altstadtfest zur Verfügung gestellt hat, fließen laut Feda 300 000 bis 400 000 Euro in die Drohnen-Show. Unterstützt wird diese auch etwa von der Mainova, der VGF und der Lufthansa.

Ein Spektakel

Die Show beginnt am Samstag, 29. September, 21.45 Uhr, eine öffentliche Generalprobe am Abend zuvor zur selben Uhrzeit. Wenn es stark regnet oder stürmt, wird die Drohnen-Show verschoben oder fällt aus.

(cm)

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