Hitze

Kann sich Frankfurts Grün von diesem Sommer erholen?

Heißer Sommer, braune Wiesen. Und Jungbäume, die zu leiden hatten. Jetzt hofft das Grünflächenamt darauf, dass sich die Natur regeneriert. Erst im Frühjahr soll gegebenenfalls nachgesät und -gepflanzt werden.

Wer jetzt durch Frankfurts Park spazieren geht, sieht überall, wie der extrem heiße Sommer der Natur geschadet hat. Dass Frankfurt als grüne Stadt gilt, belegen nur noch die Zahl: In den 1405 Hektar Grünfläche in Parks, auf Spielplätzen und entlang der Straßen sind noch nicht einmal die Friedhöfe, die Sportanlagen sowie das Gebiet des Forstamtes enthalten. Mit 5785 Hektar hat Frankfurt einen der größten städtischen Wälder in Deutschland. Kurz: Insgesamt hat die Mainmetropole mehr als 9190 Hektar Wald- und Parkflächen.

„Viel zu tun“, sagt Bernd Roser, Abteilungsleiter beim Frankfurter Grünflächenamt. Gleichwohl werde man abwarten, bis im Frühjahr nächsten Jahres auf den Wiesenflächen sichtbar werde „wo sich die Natur nicht selbst helfen konnte.“ Und: „Erst dann werden wir an den braun gebliebenen Stellen nachsäen“. Bei den Bäumen würden die Schäden ebenfalls erst im kommenden oder sogar erst im übernächsten Jahr erkennbar werden, so Roser.

Dabei wurden speziell die jungen Bäume so gut als möglich versorgt: 28 Freiwillige Feuerwehren und die FES kümmerten sich in der heißen Zeit um die Bewässerung. So konnten die Bäume alle 10 bis 12 Tage mit rund 150 Liter Wasser versorgt werden.

Beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach gilt der heiße Sommer mit seinen geringeren Niederschlägen oder den heftigen Regenfällen an einzelnen Orten als eindeutige Bestätigung des weiter fortschreitenden Klimawandels. „Auch in den kommenden Jahren zeigen unsere Klimaprojektionen, dass die Sommer immer heißer werden“, sagt Klimaforscher Thomas Deutschländer.

Zugleich würden die nur örtlich auftretenden enormen Niederschläge vermutlich immer heftiger. Eine Entwicklung, von den Menschen gemacht? Die Antwort sei „ein Indizienprozess“ sagt der Experte, die Frage nicht so leicht zu beantworten. Denn das Wettergeschehen werde auch von vielen chaotischen Prozessen in der Atmosphäre bestimmt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare