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Ärgerlich: Nachdem der einspurige Umbau in diesem Abschnitt der Eschersheimer Landstraße bereits abgeschlossen war, musste die Straße jetzt wieder aufgerissen werden.

Leck in Gasleitung

Kaputtes Rohr bremst Verkehr auf Eschersheimer Landstraße aus

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Wegen eines Lecks an der Gasleitung wird auf der Eschersheimer Landstraße stadtauswärts wieder gebuddelt. Auf einer Länge von 20 Metern wird das defekte Teilstück ausgetauscht und die Wasserleitung gleich mit. Für die Autofahrer heißt das mal wieder: Umleitung fahren.

Wer derzeit auf der Eschersheimer Landstraße stadtauswärts unterwegs ist, der fühlt sich ein bisschen wie noch vor einem Jahr. Denn an der Ecke zur Grommetstraße, dort, wo bis vor wenigen Wochen noch der Verkehr einspurig in Richtung Weißer Stein rollte, ist plötzlich wieder eine Baustelle. Die bereits fertiggestellte Asphaltdecke wurde wieder aufgerissen, Bauarbeiter sind im Untergrund zugange. Der Verkehr wird derweil umgeleitet: Über den Langheckenweg, die Dehnhardtstaße, Am Lindenbaum zurück auf die Eschersheimer Landstraße.

Grund für die Baustelle ist ein Leck in der Gasleitung. Am 1. November hatten die Anwohner einen Gasgeruch gemeldet. Der zuständige Netzbetreiber Netzdienste Rhein-Main (NRM) habe daraufhin die Leitung freigelegt, wie Sven Birgmeier, Sprecher des regionalen Energieversorgers Mainova, erklärt. Auf einer Länge von rund 20 Metern würde das Rohr ausgetauscht. Und obwohl die parallel dazu verlaufene Trinkwasserleitung keine Auffälligkeiten aufwies, habe man sich entschieden, diese trotzdem zu erneuern. „Nur vorsorglich“, wie Birgmeier betont.

Für Ortsbeirats-Mitglied Lothar Stapf (CDU) war es „keine Überraschung“, dass die Gasleitung auf der Eschersheimer Landstraße leckte. Bereits vor einem Jahr habe er darauf hingewiesen, dass die im Boden verlaufenden Leitungen marode sind. „Damals war die Asphaltdecke noch offen, man hätte das locker überprüfen können. Jetzt musste die fertige Arbeit wieder zerstört werden“, sagt er.

Abschnitt abgenommen

Dass die Arbeiten auf dem betroffenen Abschnitt bereits vollständig fertiggestellt waren, bestätigt auch Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung. „Es handelt sich um den sechsten Bauabschnitt der Maßnahme, der als abgenommen gilt“, sagt sie.

Die Behebung der Schadstelle, die eine Vollsperrung des Teilabschnitts zwischen „Klarastraße“ und „Am Lindenbaum“ erforderlich macht, werde als „Notstand“ durch die NRM abgewickelt und sei unabhängig von der Baumaßnahme des Amtes – der 4,5 Millionen Euro teuren Umgestaltung der Eschersheimer zwischen Hügelstraße und Weißer Stein.

Dass dieser Notstand hätte verhindert werden können, wird von der Mainova derweil verneint. „Im Zuge der anstehenden Maßnahmen auf der Eschersheimer Landstraße wurden auf Wunsch des Amts für Straßenbau und Erschließung die Gas- und Wasserleitungen überprüft. Es konnten keine undichten Stellen festgestellt werden“, sagt Sven Birgmeier. Deswegen habe man von einer „großflächigen Erneuerung abgesehen“.

Turnusmäßig würden alle Rohr- und Leitungsnetze überprüft, denn der Zustand sei von vielen Faktoren abhängig, wie Inanspruchnahme, Bodenbeschaffung und Material, zählt er auf, so der Sprecher.

Vier undichte Leitungen

Das Alter alleine sei deswegen nicht aussagekräftig. So seien vier Schäden an der Wasserleitung erst während der Umbaumaßnahmen der Hauptverkehrsstraße aufgefallen. Diese konnten jedoch direkt geflickt werden, da die Leitungen ohnehin freilagen. Dieses Glück habe man im aktuellen Fall eben nicht gehabt.

Noch bis Ende November sollen die Arbeiten dauern.

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