1. Startseite
  2. Frankfurt

9-Euro-Ticket für Frankfurt: Verkaufsstart steht - VGF erklärt Besonderheiten

Erstellt:

Von: Dennis Pfeiffer-Goldmann

Kommentare

Regionalzug der Hessischen Landesbahn vor der Skyline von Frankfurt: In einigen Zügen könnte es sehr voll werden, befürchten Fachleute.
Regionalzug der Hessischen Landesbahn vor der Skyline von Frankfurt: In einigen Zügen könnte es sehr voll werden, befürchten Fachleute. © picture alliance/dpa

Von Juni an soll es drei Monate lang das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn auch in Frankfurt geben. Das müssen Sie dazu wissen.

Update vom Freitag, 20. Mai, 18.45 Uhr: Das 9-Euro-Ticket ist beschlossene Sache. Ab Juni soll es ÖPNV-Nutzer für drei Monate per Bus und Bahn quer durchs Land bringen. Oder auch quer durch Frankfurt. Viele fragen sich nun: Wann und wo kann ich das 9-Euro-Ticket kaufen? Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft (VGF) hat sich nun zu den konkreten Bedingungen des Kaufs in Frankfurt geäußert.

Demnach startet am Samstag (21. Mai) bei der VGF der Vorverkauf des Spar-Tickets, mit dem Nutzer theoretisch von Frankfurt bis nach Sylt, München, Berlin oder Aachen fahren können. „Erhältlich ist es überall, wo es Fahrkarten gibt: an allen VGF-Fahrkartenautomaten, in der RMV-App, in den VGF-TicketShops (vgf-ffm.de/ticketshops) sowie an den VGF-TicketCentern an der Konstablerwache und Hauptwache. Auch in den Frankfurter Bussen und in der traffiQ-Verkehrsinsel an der Hauptwache wird das Ticket verkauft“, heißt es weiter.

9-Euro-Ticket in Frankfurt: Ausnahmen für bestehende Kunden

Das Ticket kostet - der Name verrät es bereits - pro Monat neun Euro und gilt jeweils für einen Kalendermonat – immer zum 1. eines Monats muss also bei Bedarf ein neues Ticket gekauft werden. Es ist personengebunden und kann nicht zurückgegeben werden.

Doch es gibt einige Ausnahmen: „Alle VGF-Kunden, die bereits ein VGF-Abo, ein Job-, Firmen-, Landes- oder Semestertickets haben, müssen nichts tun. Sie alle können mit ihrer vorhandenen Fahrkarte (eTicket) deutschlandweit den Nah- und Regionalverkehr nutzen und erhalten eine automatische Erstattung, damit sie ebenfalls für 9 Euro monatlich fahren. Das gilt natürlich nur, solange die vorhandene Zeitkarte gültig ist.“ VGF-Kunden, die eine Jahreskarte besitzen, müssen sich dagegen für eine Erstattung des Differenzbetrags online registrieren.

9-Euro-Ticket für Frankfurt: Die wichtigsten Antworten zur Fahrkarte

Erstmeldung vom Freitag, 6. Mai, 20.59 Uhr: Fachleute fürchten viel zu volle Züge, andere erwarten zumindest in der Pendlerzeit keine Probleme. Vieles ist unklar, was passiert, wenn es im Juni, Juli und August das 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr in Deutschland gibt.

Aber wie funktioniert da Ticket in Frankfurt? Hier die wichtigsten Antworten.

9-Euro-Ticket in Frankfurt: Ab wann gilt es?

Für 9 Euro pro Monat fahren, drei Monate lang von Juni bis August: Das sieht das 9-Euro-Ticket der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP im Bund vor. Fix ist es noch nicht: Der Bundestag muss es noch beschließen, die Bundesländer müssen zustimmen. Der Vorverkauf für das Ticket soll voraussichtlich am 20. Mai beginnen, erklärt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Es soll in der App, am Schalter und am Automaten verkauft werden.

Gelten soll das Ticket im jeweiligen Kalendermonat im Nahverkehr und allen Regionalzügen deutschlandweit in der zweiten Klasse. Es gilt aber nicht im Fernverkehr (ICE, IC, Flixtrain) oder Fernbussen. Das Ticket ist personalisiert, jeder ab sechs Jahren muss ein Ticket haben, es gibt keinen Kinderrabatt.

Mit dem 9-Euro-Ticket durch Frankfurt: Was passiert mit Jahreskarten und Abos?

Die Fahrradmitnahme ist nicht inbegriffen. Im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist sie zwar kostenlos. Grundsätzlich aber werden immer dann keine Fahrräder mitgenommen, wenn Züge voll sind. Radfahrer müssen, falls nötig, auch aussteigen. Kinderwagen und Rollstühle haben stets Vorrang.

Wer eine Zeitkarte hat - also Jahreskarte, Monatskarten-Abo, Schüler- oder Seniorenticket - soll den Differenzbetrag zum 9-Euro-Ticket erstattet bekommen, kündigen RMV und VGF an. Entweder würden nur 9 Euro abgebucht oder soll laut VGF voraussichtlich eine Gutschrift über den Differenzbetrag geben.

Aktuelle Informationen zum 9-Euro-Ticket gibt es auf der VGF-Website sowie auf der Homepage der RMV.

Die Verrechnung solle automatisch und ohne Aufforderung geschehen. Wie das Erstatten direkt gekaufter Jahreskarten laufen soll, klärt sich laut VGF noch. Wer eine Zeitkarte hat, für den gelten die Mitnahmeregelungen weiter - aber nur im gewohnten Umfang, nicht deutschlandweit. (Dennis Pfeiffer-Goldmann)

Fachleute sehen das geplante 9-Euro-Ticket kritisch - und fürchten großen Andrang in Frankfurter Bahnhöfen.

Auch interessant

Kommentare