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Nach dem Hessischen Schulgesetz haben Schüler keinen Anspruch auf eine Wunschschule. 

Schulen in Frankfurt

Kein Recht auf Platz in der Wunschschule

Nach dem Hessischen Schulgesetz besteht kein Anspruch auf den Platz in einer bestimmten Schule. Das Gericht lehnt daher den Eilantrag eines Schülers ab. 

Frankfurt - Ein Schüler hat nicht immer das Recht auf einen Platz in der von ihm gewünschten Schule. Nach dem Hessischen Schulgesetz bestehe dieser Anspruch nicht, wenn es vor Ort weitere Schulen mit demselben Bildungsgang gebe, teilte das Verwaltungsgericht in Frankfurt am Freitag seinen Beschluss vom Vortag mit. Zudem seien in dem aktuellen Fall keine Fehler in den Auswahlverfahren der Schulen festgestellt worden.

Mit seinem Beschluss lehnte das Gericht den Eilantrag eines Schülers ab, der im kommenden Schuljahr von der Grundschule aufs Gymnasium wechselt und zwei Wunschschulen angegeben hatte. Dort war jedoch kein Platz mehr, daher wurde er in einer anderen Schule in Frankfurt aufgenommen. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. 

Schülerzahlen werden drastisch steigen

Nach Angaben des Staatlichen Schulamtes ist die Zahl der Kinder, die nicht auf ihrem Wunschgymnasium angenommen wurden, in diesem Jahr zurückgegangen. Waren es 2018 noch 365, so sind es in diesem Jahr 100 weniger. Dafür ist in diesem die Zahl der unerfüllten Wünsche an den Integrierten Gesamtschulen gestiegen. Das Schulamt geht davon aus, dass es auch im kommenden Jahr keine substanzielle Änderung geben wird.

Die Prognosen gehen davon aus, dass in fünf Jahren 72.000 Kinder und junge Erwachsene in Frankfurt zur Schule gehen - 11.000 mehr als heute. Das ist eine Herausforderung für die Stadt, auch mit Blick auf die Zuteilung der Wunschschule. Die Stadt investiert kräftig in Bau oder Umwidmung von Immobilien. So entsteht 2021 ein neues Gymnasium Mitte-Nord, das in eine Bestandimmobilie untergebracht wird. Darin sieht die Stadt die Zukunft, um möglichst schnell Schule eröffnen zu können.

red

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