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Im Museumsgarten haben sich die Teilnehmer versammelt, als Mamadou Mbodji und Stadträtin Elke Sautner den Kindergipfel in Frankfurt eröffneten.

Kinder beraten die Zukunft

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Zum bundesweiten Kindergipfel der Naturfreunde-Jugend haben sich 60 Kinder von zehn bis 14 Jahren getroffen. Bis Sonntag beraten sie im Weltkulturen-Museum über Afrika.

60 Kinder aus ganz Deutschland entwerfen Pläne und stellen Fragen. Das Thema des Kindergipfels: „Was denkst du, wenn du an Afrika denkst?“ Es geht um Rassismus, um Geschichte, aber auch um deutsch-afrikanische Zusammenarbeit.

Die Kinder werden Überraschungen erleben. Mamadou Mbodji aus dem Senegal, Vizepräsident der Naturfreunde Internationale, kündigte gestern bei der Eröffnung des Gipfels im Weltkulturen-Museum an: „Ich habe Bilder und Geschichten mitgebracht, die Kinder aus dem Senegal gemalt haben als Beitrag zu eurem Gipfel. Möge er gelingen!“

Die Naturfreunde-Jugend veranstaltet den Kindergipfel alle zwei Jahre. Kinder reden, Erwachsene hören zu, ist das Motto. Tobias Thiele, der stellvertretende Bundesgeschäftsführer, erläutert: „Die Kinder sollen hier Spaß haben und lernen, ihre Interessen zu vertreten. Viele Teilnehmer voriger Gipfel sind heute in Jugendparlamenten oder Kinderbeiräten vertreten.“ Den Gipfel gibt es seit 25 Jahren. Schon 1991 hat er in Frankfurt stattgefunden.

Ein Kindergipfel soll den Teilnehmern Spaß machen. Deswegen gibt es viele Spielangebote. Aber es ist auch ein Arbeitstreffen: „Wir haben Experten eingeladen, die den Kindern in Workshops Fragen beantworten. Am Ende verfassen wir ein Zukunftspapier und geben es an Politiker weiter“, kündigte Thiele an.

Die Teilnehmer reisen aus ganz Deutschland an, Mila (12) beispielsweise aus Stuttgart. „Ich bin mit meinen Eltern mit dem Zug hergefahren“, sagt sie. Die Eltern sind am Donnerstagabend wieder nach Hause gefahren, Mila blieb und übernachtete in der Jugendherberge. Miriam (10) aus Trebur hat es nicht ganz so weit. Sie ist mit ihrer Schwester beim Gipfel. „Unsere Eltern haben uns angemeldet.“ Miriam ist gespannt, was sie in Frankfurt erwartet.

Jan Peter (13) ist mit seinem Freund Konstantin (11) aus Würzburg hergekommen. „Ich bin Mitglied bei den Naturfreunden, und ich habe einen Brief bekommen, in dem ich auf den Gipfel aufmerksam gemacht wurde. Jan Peter habe ich mitgebracht.“

Stadträtin Elke Sautner (SPD) begrüßte die Kinder in Frankfurt. Zur Abschlussveranstaltung haben sich unter anderem Kordula Schulz-Asche und Ulli Nissen aus der SPD-Bundestagsfraktion angekündigt, für die Stadtverordnetenversammlung wird Michael zu Löwenstein (CDU) kommen.

(tjs)

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