Die Kinderbeauftragte Sara Hammann an der Kita im Florianweg, die genau genommen in der Laurentiusstraße steht. foto: hamerski
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Die Kinderbeauftragte Sara Hammann an der Kita im Florianweg, die genau genommen in der Laurentiusstraße steht.

Kinderbetreuung

Personalnot vor Kita-Eröffnung: „Freuen uns über jede Bewerbung“

  • vonNiklas Mag
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Nach mehrfachen Verzögerungen soll die Kita in Bergen-Enkheim am 1. Juni öffnen. Vorausgesetzt, bis dahin findet sich auch ausreichend Personal.

Frankfurt – Manchmal gibt es in diesen Zeiten auch gute Nachrichten. Etwa von der Kinderbeauftragten des Ortsbeirates 16, Sara Hammann, an die Adresse aller Eltern im Stadtteil, die auf der Suche nach einem Platz in einer Kindertagesstätte sind. "Die Kita in der Laurentiusstraße könnte schon im Mai fertig werden. Das wäre wichtig, denn das würde Druck aus der angespannten Platzsituation nehmen", so Hammann."

Auf Anfrage konkretisiert die Bergen-Enkheimer Kinderbeauftragte ihre Aussage: "In diesem Jahr habe ich überdurchschnittlich viele Kontaktaufnahmen von Eltern gehabt, die Plätze suchen. Die Liste füllt sich sehr schnell und immer weiter", so Hammann. "Wenn wirklich zwei Gruppen für über drei Jahre alte Kinder vor Schuljahreswechsel eröffnen könnten, wäre das eine riesige Erleichterung." Je früher, desto besser, ist sich die Kinderbeauftragte sicher. "Das gilt auch für die Krippenplätze, die in den neuen U3-Gruppen in der Kita entstehen."

Neue Kita in Bergen-Enkheim: Die Liste wird immer länger

Cornelia Held ist Abteilungsleiterin Kindertagesstätten bei der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO) und weiß mehr über die bevorstehende Eröffnung der neuen Kita. "Es wird immer über die Kita im Florianweg gesprochen. Die offizielle Adresse ist aber die Laurentiusstraße", stellt sie zu Beginn klar. Leider muss sie Sara Hammanns anfängliche Hoffnung nach einer Fertigstellung im Mai etwas schmälern: "Wir haben lange auf den Mai gehofft, aber nun denken wir, dass die Kita am 1. Juni aufmachen kann", sagt Cornelia Held.

Für Ende April sei ein Begehungstermin geplant. Im besten Fall könne dann auch die Abnahme stattfinden, womit der Bau der Einrichtung abgeschlossen wäre. Doch ein fertiges Gebäude ist erst die halbe Miete, wie die Abteilungsleiterin weiß. Viel mehr Sorgen macht sich Cornelia Held über die Personalakquise, denn der Arbeitsmarkt ist in Sachen pädagogisches Fachpersonal aktuell alles andere als gut besetzt. "Wir werden außerdem zwischen vier und sechs Wochen benötigen, um das Mobiliar zu bestellen und die Kindertagesstätte entsprechend einzurichten", fährt Held fort. Alles in allem werde das dazu führen, dass die Kita selbst bei einem angepeilten Öffnungstermin im Juni nicht gleich auf voller Kapazität laufen könne: "Es werden nicht gleichzeitig alle sechs Gruppen eröffnen, das müssen wir Schritt für Schritt machen", sagt Held.

Kita in der Laurentiusstraße: Eröffnung immer wieder verschoben

Es komme letztlich auf die Personalsituation an, doch rechnet die AWO-Abteilungsleiterin mit einer oder maximal zwei Gruppen, die zu Beginn zur Verfügung stehen. Vier Ü3-Gruppen soll die Kita einmal beherbergen, hinzu kommen zwei U3-Gruppen. "Und darüber sind wir auch sehr glücklich, denn ursprünglich war das anders geplant", betont Held. Dass zwei Gruppen für die ein- bis dreijährigen zur Planung der Kita gehören, werde vielen Eltern und natürlich auch den Kindern den Übergang von U3 zu Ü3 vereinfachen. "Die Eltern müssen sich so nicht schon wieder nach einem neuen Platz umschauen und die Kinder können im selben Haus bleiben", so Held. "Es steht und fällt alles mit dem Personal. Wir freuen uns über jede Bewerbung."

Die Fertigstellung der neuen Kita in der Laurentiusstraße ist bereits mehrfach verschoben worden. Vor fast genau einem Jahr monierte die SPD im Ortsbeirat Bergen-Enkheims eine erneute Verzögerung. Ganze dreimal sei der Termin verschoben worden, bemängelten die Sozialdemokraten damals. Eine ursprünglicher Bau der Kita war bereits für 2015 geplant, wurde aber mehrfach verschoben. Seit 2018 wird vor Ort gebaut und nun rückt die Fertigstellung immer mehr in greifbare Nähe. (Niklas Mag)

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