+
Im Kino des Deutschen Filmmuseums: Rebecca Lapresa (links), die Philomena Höltkemeier (rechts) bei der Organisation des Stammtischs der Filmemacher unterstützt. Außerdem die Organisatoren des Filmwettbewerbs Matthias Hilble (hinten rechts) und Philipp Kehm mit dem Gorilla.

Filmwettbewerb „Gorilla 48“

Klappe, die Zweite!

  • schließen

Im Mai fällt der Startschuss für den Filmwettbewerb „Gorilla 48“. Die Teams haben nur 48 Stunden Zeit, um einen Kurzfilm zu drehen. Beim 34. Stammtisch für Filmemacher konnten Interessierte sich jetzt mit Gleichgesinnten austauschen.

Gülay (52) und Hilmi Tozan (42) erfüllen sich einen Traum und realisieren schon bald ihren ersten Kurzfilm. Wie das Drehbuch aussehen wird, an welchen Orten in Frankfurt und Umgebung sie drehen werden, wer hinter der Kamera steht, den Schnitt macht, sich um das Licht und den Ton kümmert oder welche Rollen es zu verteilen gibt – das kann das Ehepaar aktuell noch nicht konkret planen. Und dafür gibt es einen Grund, denn die beiden machen mit bei dem Frankfurter Filmwettbewerb „Gorilla 48“, der zum zweiten Mal nach 2014 ausgetragen wird.

Die Regeln sind klar definiert: Bereits die Zahl im Namen des Wettbewerbs weist auf eine der Hürden hin, die die Teilnehmer bei der Umsetzung überwinden müssen. Ganze 48 Stunden haben die Teams jeweils Zeit, um ihren Kurzfilm zu realisieren. Wer die Frist nicht einhält, der fliegt hinaus. Außerdem werden erst mit dem Startschuss am 13. Mai im Foyer des Deutschen Filmmuseums die Vorgaben bekanntgeben, die mit in den Kurzfilm eingebaut werden müssen.

Das Ehepaar Tozan hat bereits ein Team auf die Beine gestellt. „Wir haben Bekannte und Verwandte gefragt und sind jetzt elf Personen, die mitmachen möchten“, schildert Hilmi Tozan. Zusammen mit seiner Frau nimmt er am 34. Stammtisch der Filmemacher (SDF) im Foyer des Deutschen Filmmuseums teil, der dieses Mal ganz im Zeichen von „Gorilla 48“ steht. Beide hoffen, noch weitere Teilnehmer kennenzulernen und sich auszutauschen. „Die Teilnahme am Wettbewerb ist ein Experiment für uns“, erzählen die beiden, die leidenschaftlich gerne ins Kino gehen. Sie werden als Amateur-Team antreten. Daneben machen auch mehrere Teams mit, die bereits Profis in der Filmbranche sind. Als große Hürde sieht Hilmi Tozan vor allem die kurze Zeit, die jedem Team zur Verfügung steht. „Da ist gute Teamarbeit gefragt“, weiß er. „Die Hürden machen aber für uns auch den Reiz aus und ich bin mir sicher, dass wir auf jeden Fall fertig werden.“

„Beim ersten Wettbewerb 2014 haben 22 Teams mitgemacht“, erzählt Projektleiter Matthias Hilble. „Das hoffen wir dieses Mal, wenn möglich, noch zu überbieten.“ Wir, das sind er und Philipp Kehm, die beiden Organisatoren des Wettbewerbs. „Im Moment haben wir jeden Tag ein bis zwei Anmeldungen“, sagt Hilble. Er und Kehm sind sich sicher, dass dieses Mal auch wieder viele Teams mitmachen werden.

Der SDF gibt Interessierten die Möglichkeit, auf Gleichgesinnte zu treffen und sich mit eigenen individuellen Fähigkeit in einem schon bestehenden Team einzubringen oder selbst eines zu initiieren. Neun Teams sind bereits fest mit dabei, darunter auch „Goldhamster Film“, die beim ersten Wettbewerb 2014 die Kategorie „Bester Film“ für sich verbuchen konnten.

Bereits seit drei Jahren organisiert Philomena Höltkemeier den SDF, der alle vier Wochen läuft. „Netzwerken auf Augenhöhe“ beschreibt sie die Möglichkeiten, die der Stammtisch bietet. Der SDF habe sich als Treffpunkt für Filmschaffende etabliert – spreche vom Produzenten bis zum Maskenbildner, von bekannten Namen bis zum Studenten, der noch am Anfang stehe, viele an. „Je nach Veranstaltung kommen zwischen 40 und 100 Leute aus der Filmbranche, aber auch von Unternehmen zum Stammtisch.“ Ihr sei es wichtig, dass sich die Leute wohlfühlen.

Gut 70 am Wettbewerb Interessierte finden sich auch an diesem Abend im Foyer des Deutschen Filmmuseums zusammen. Schnell kommen sie miteinander ins Gespräch, Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden ausgetauscht. Wer noch ein Team sucht, kann auf farbigen Karten aufschreiben, was er für Talente hat. Karla beispielsweise füllt eine Karte aus, möchte am liebsten als Schauspielerin für ein Team vor der Kamera stehen. Ob sie bereits beim SDF ein Team findet, wird sich noch zeigen. „Wir versuchen die Leute zusammenzubringen“, betont Hilble.

Übrigens werden die eingereichten Werke vom 18. bis zum 20. Mai im Programmkino Orfeos Erben gezeigt, danach werden die Filme auf Facebook eine Woche lang zur Abstimmung online gestellt. Die besten werden schließlich einer Fachjury vorgelegt.

Wer sich als Team für den Wettbewerb anmelden möchte, kann dies bis zum 6. Mai. Infos unter im Internet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare