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Aktion

Ein klares Zeichen für Flüchtlinge

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Mit dieser Veranstaltung wollen wir ein hoffnungsvolles Zeichen setzen“, sagen Tigerpalast-Chef Johnny Klinke und der bekannte Rechtsanwalt

Mit dieser Veranstaltung wollen wir ein hoffnungsvolles Zeichen setzen“, sagen Tigerpalast-Chef Johnny Klinke und der bekannte Rechtsanwalt Michel Friedman . Deshalb stellen sie für kommenden Sonntag ab 16 Uhr eine Aktion für Flüchtlinge und deren Helfer auf die Beine. Und zwar in der Paulskirche, weil diese „Menschlichkeit und Demokratie symbolisiert. Wir wollen einen Akzent setzen für die kommenden Herausforderungen unserer Gesellschaft.“

Es geht um ein Thema, das zurzeit die Gemüter nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa erhitzt: die Flüchtlingsfrage. Weil Friedman und Klinke das Thema der Flüchtlinge nicht unkommentiert stehen lassen können und wollen, setzen sie alle Hebel in Bewegung und locken Vertreter von Politik und Gesellschaft in die Wiege der Demokratie, um „ein klares Zeichen für Flüchtlinge“ setzen. „Im Sommerurlaub sah ich mich ständig damit konfrontierte, da habe ich Johnny gleich angerufen.“ Später steckten sie in einem Café in Frankfurt die Köpfe zusammen und arbeiteten die Aktion aus. „Diese Stadt lebt seit Jahrzehnten von der Internationalität und wir müssen uns mit der Flüchtlingsfrage anders auseinandersetzen als andere Städte, denn Frankfurt ist anders“, stellt Klinke klar.

Bei der Veranstaltung „Frankfurt hilft, Willkommen an die Flüchtlinge und Dank an die Helfer“ erwarten die Macher ungefähr 1 000 Besucher. Oberbürgermeister Peter Feldmann übernahm die Schirmherrschaft. „Ich habe sofort und gerne zugesagt, weil die Veranstaltung genau das ist, was wir in Frankfurt brauchen. In unserer traditionell international ausgerichteten Stadt Frankfurt wird das Thema Flüchtlinge bisher wirklich konstruktiv angegangen“, so der Rathauschef. „Die Veranstaltung bringt zum Ausdruck, wie die Stadt tickt und welches Lebensgefühl wir alle haben.“ Als Redner gewannen Klinke und Friedman Kanzleramtsminister und Flüchtlingskoordinator Peter Altmaier sowie die Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth .

Erwartet werden auch gut 450 Flüchtlinge, vor allem Jugendliche, 250 professionelle und ehrenamtliche Helfer sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Ihnen bieten die Organisatoren ein internationales, musikalisch-artistisches Programm. Dabei handelt es sich um eine Kooperation des Tigerpalast Varieté Theaters, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und dem Schauspiel Frankfurt. „Wir fügen nur einen kleinen Mosaikstein im ,Etwas-für-Flüchtlinge-machen’ hinzu“, betont Friedman und fügt hinzu: „Es geht überhaupt nicht um uns. Jeder, der täglich Deutsch unterrichtet, macht mehr. Wir sind nur die Ermöglicher dieses Nachmittages, dankbar und glücklich, dass es am Sonntag passiert und eine politische Bedeutung bekommt.“

Was das Fest kostet wird nicht verraten, „denn diese Frage ist irrelevant.“ Feldmann: „Die Künstler treten ohne Gage auf, es gibt auch im Hinblick auf den Empfang im Anschluss viele Spender und Sponsoren. Selbstverständlich entstehen für die Macher keine Kosten durch die Stadt. Die Stadt Frankfurt selbst trägt die Kosten für Organisation, Technik und Dolmetscher.“ Denn alles wird übersetzt. Vielmehr geht es darum, „jungen Menschen ein paar Stunden zu geben, in denen sie lachen und wieder jung sein können“.

Beim gut zweistündigen Programm gibt es außer Reden auch noch Musik. Den Auftakt macht Frankfurts Megastar Shantel, der mit seinem kompletten Orchester auftritt.

(es)

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