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Freunde und Weggefährten: Professor Joachim Rom (rechts) holte zum Jahresbeginn Dr. Akos Herzeg als Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe an das Klinikum Höchst.

Medizin

Neuer Oberarzt am Klinikum Frankfurt Höchst - Spezialist für pränatale Diagnostik

Das Klinikum Frankfurt Höchst hat einen neuen Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe: Dr. Akos Herzeg. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der pränatalen Diagnostik und Therapie. 

  • Das Klinikum Frankfurt Höchst hat einen neune Oberarzt der Gynäkologie: Dr. Akos Herzeg
  • Er bringt ein besonderes Fachwissen im Bereich der pränatalen Diagnostik und Therapie mit
  • Dr. Akos Herzeg wird auf der „gesund leben“-Messe in der Jahrhunderthalle Frankfurt referieren

Frankfurt - Dr. Akos Herzeg (38), der neue Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe in Höchst, ist ein Mann, der hoch hinaus will. Das gilt nicht nur für seine medizinische Karriere. Im vergangenen Jahr bestieg er mit anderen Medizinern den Gipfel des Kilimanjaro in knapp 6000 Meter Höhe, um auf die hohe Sterblichkeit von Müttern und Säuglingen in dieser Region aufmerksam zu machen und Sponsoren für eine dort ansässige Klinik zu gewinnen.

Der Lockruf seines Freundes, Professor Joachim Rom, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, holte ihn im Januar dieses Jahres vom Bürgerhospital im Nordend zum Klinikum nach Höchst. Rom arbeitete mit ihm neun Jahre in Heidelberg zusammen und lobt an Herzeg dessen Fachwissen im Bereich der pränatalen Diagnostik und Therapie sowie seine Erfahrung in der Geburtshilfe. "Davon profitieren unser Team, die werdenden Eltern und die ungeborenen Kinder."

Dr. Akos Herzeg neuer Oberarzt: "Manche wollen sich überraschen lassen"

Ein Onkel von Akos Herzeg war Mediziner - "und einen anderen Berufswunsch hatte ich eigentlich nie", erinnert er sich. Als kleinen Bub fesselten ihn die bunten Bilder im alten Anatomie-Buch seiner Mutter. Heute schwärmt er von der Genauigkeit einer guten Pränataldiagnostik, seinem Spezialgebiet. Er weiß, dass sein Feld ein hochsensibles ist, in dem auch ethische und moralische Fragen zählen.

So pochten manche Mütter auch auf ihr "Recht auf Nichtwissen", verzichten ganz auf die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik. "Sie wollen sich einfach überraschen lassen", sagt Herzeg. Andere wiederum möchten einfach nur informiert sein, ohne dass es eine Auswirkung auf ihre Schwangerschaft hat. Sie nutzten etwa ein Ersttrimesterscreening, eine Untersuchung im ersten Drittel der Schwangerschaft, zum Auffinden eines Down-Syndroms beim ungeborenen Kind, um sich auf ein auffälliges Kind vorbereiten zu können.

Entscheidend sei es, die werdenden Mütter und ihre Partner offen und ehrlich zu beraten, ohne ihnen Entscheidungen aufzudrängen. "Wir müssen ihnen genau sagen, womit sie es zu tun haben, was für eine Erkrankung das ist und wie sie sich konkret auf die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach auswirkt." Das seien, räumt Herzeg ein, zum Teil schwierige Gespräche, die eine hohe Empathie von den Medizinern erforderten. "Aber auch deshalb bin ich Pränatalmediziner geworden: Jeder Mensch und jede Schwangerschaft ist anders - es wird niemals langweilig."

Was reizt ihn an seinem neuen Arbeitsplatz im Westen der Stadt - abgesehen von der Chance, wieder mit seinem Weggefährten zusammen zu arbeiten? "Ich finde es spannend, nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch etwas zu bewegen", erklärt er. Dafür böte der geplante Neubau des Klinikums mit seinen Erweiterungsmöglichkeiten gute Gelegenheiten.

Neuer Oberarzt am Klinikum Frankfurt Höchst: Kaiserschnitt-Quote bei 30 Prozent

Auch, dass Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum zusammen untergebracht sind, findet er wichtig. Die Spezialisten arbeiteten hier interdisziplinär Hand in Hand: "Dadurch können wir den Schwangeren, von der Diagnose bis zur Geburt, ein Gesamtpaket anbieten. Denn wir haben die gesamte Behandlung unter einem Dach; egal, ob es eine unauffällige Schwangerschaft oder eine hochkomplexe Pathologie ist." Wie beurteilt er den oft zitierten Trend hin zum Kaiserschnitt? Am Klinikum sei die Zahl dieser Geburten in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben. Etwa 30 Prozent der Kinder kommen durch Kaiserschnitt auf die Welt - davon seien etwa die Hälfte der Eingriffe medizinisch bedingt. In Brasilien, wo er kurz an einem Krankenhaus arbeitete, liege die Quote der Wunsch-Kaiserschnitte deutlich höher. Mit den Möglichkeiten der modernen Medizin sei auch die Risikobereitschaft vieler Eltern gesunken - die Folge sei der frühere Kaiserschnitt. Dennoch bevorzugten immer noch viele Mütter eine natürliche Geburt - "und nur in wenigen Fällen, wenn es medizinisch unbedingt angezeigt ist, gehen wir das nicht mit". Jede Frau habe ihre eigenen Vorstellungen darüber, wie ihre Geburt ablaufen soll - "ihrem Wunsch gilt unser größter Respekt". 

von Michael Forst

Frankfurt: Gesundheitsmesse und mehr

Am Sonntag, 1. März, um 13.30 Uhr referiert Dr. Akos Herzeg in der Jahrhunderthalle (Raum 1, Pfaffenwiese 301) im Rahmen der „gesund leben“-Messe zum Thema "Schwangerenvorsorge und Pränataldiagnostik." Auf der am 29.2. und 1.3. stattfindenden Messe bieten Aussteller neben der persönlichen Beratung auch kostenfreie Gesundheits-Checks an ihren Ständen an. Dazu zählen der klassische Blutdrucktest, die Messung des Langzeitzuckers ebenso wie ein Hörtest im Hörmobil, Körperanalyse und Beratung, Wellnesscheck-Fettmessung bis hin zum Ausprobieren von E-Bikes oder Detox-Getränken. Ein Sinnes-Parcours, der insbesondere für Kinder spannend sein dürfte, und eine Jobwand mit aktuellen Stellenangeboten aus der Gesundheitsbranche runden das vielseitige Messeprogramm ab.

Das Ausstellerverzeichnis ist auf www.gesundleben-messe.de abrufbar. Veranstalter der gesund leben“-Messe ist die Frankfurter Messe & Event GmbH, ein Unternehmen der Mediengruppe Frankfurt. Sie veranstaltet bereits erfolgreich die regionalen Verbrauchermessen Kreativ Welt, die Velo Frankfurt und die Frankfurter Automobilausstellung. Das Messeportfolio profitiert von der Reichweite der Medienmarken der Gruppe und weiterer Verbundmedien wie der Frankfurter Neuen Presse, des Höchster Kreisblatts und der Frankfurter Rundschau. 

Über die „gesund leben“-Messe in Frankfurt

Die gesund leben ist eine regionale Publikumsmesse der Mediengruppe Frankfurt mit 70 Ausstellern, 55 Expertenvorträgen, 16 Stunden Fitnessprogramm, kostenfreien Gesundheitschecks und Informationen rund um Gesundheit, Fitness, Ernährung, Lifestyle, Reisen, Wellness & Beauty. Sie findet vom 29.02.-01.03.2020 in der Jahrhunderthalle Frankfurt statt. Mehr unter www.gesundleben-messe.de

Neben Dr. Akos Herzeg wird auch die Psychologin Inga Beig auf der „gesund leben“-Messe in Frankfurt referieren. Wie die Psychologin Menschen hilft, die suizidgefährdet sind, lesen Sie hier

Alle Informationen zur „gesund leben“-Messe können Sie in unserem Artikel nachlesen: Neue Gesundheitsmesse in Frankfurt - 80 Aussteller, 60 Expertenvorträge, 16 Stunden Fitnessprogramm, 22 kostenfreie Gesundheitschecks.

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